Bümpliz verschafft sich Luft

Der SC Bümpliz gewinnt den Abstiegskampf gegen Bosporus 1:0. Der Abstand auf einen Relegationsplatz beträgt nun sechs Punkte.

Befreiender Jubel für Bümpliz: Spieler und Trainer Christoph Schneider (rechts) feiern den 1:0-Erfolg über Bosporus. Foto: Andreas Blatter

Befreiender Jubel für Bümpliz: Spieler und Trainer Christoph Schneider (rechts) feiern den 1:0-Erfolg über Bosporus. Foto: Andreas Blatter

Peter Berger@PeterBerger67

2:1 gegen Steffisburg, 1:0 gegen Bosporus – der SC Bümpliz hat sich mit zwei Siegen gegen direkte Konkurrenten aus dem Abstiegskampf verabschiedet. «Das waren zweifellos zwei wichtige Erfolge, aber einen Sieg aus den verbleibenden vier Spielen brauchen wir noch», sagt Christoph Schneider. Nach dem 1:0 am Sonntag über Bosporus beträgt der Vorsprung auf die zweitletzten Stadtberner sechs Zähler.

Die Partie verlief ausgeglichen. Bosporus hatte vor allem in der Schlussphase noch gute Möglichkeiten zum Ausgleich. Bümpliz-Keeper Anis Agrebi parierte indes gekonnt. Erst wehrte er einen Schuss von Evangelos Marcoyannakis ab, dann entschärfte der 19-Jährige auch einen Freistoss von Liridon Ga­shi. Entsprechend gabs Lob vom Coach.

«Auf der Torhüterposition haben wir kein Problem», meinte Schneider. Gegen Bosporus konnte der Trainer zum ersten Mal in dieser Saison mit der gleichen Startelf wie in der Vorwoche auflaufen. «Wir haben immer wieder zu viele Absenzen», erklärt Schneider. Verletzungsbedingte oder berufliche Abwesenheiten sind für ihn nicht zu verhindern. Was Schneider indes stört, sind die privaten Absenzen.

«Wenn während der Saison drei Spieler gemeinsam in die Ferien gehen, wird es schwierig.» Deshalb fordert der 36-Jährige, der vorher im Nachwuchsbereich als Trainer beim Team Köniz tätig war, in seiner zweiten Saison als SCB-Trainer mehr Ordnung. «Denn wir stehen in der Tabelle nicht dort, wo wir hingehören. Bümpliz hat andere Ansprüche.»

Um diesen gerecht werden zu können, hofft der Trainer auch auf Zuzüge. Zum Beispiel so einen wie Amadeu Prack Almeida. Der 19-Jährige kam im Winter aus Brasilien nach Bümpliz. «Er spricht zwar noch überhaupt kein Deutsch, hat aber schon vier Tore erzielt», lobt Schneider. Gegen Bosporus avancierte der Stürmer mit seinem Treffer zum Matchwinner.

Bosporus unter Zugzwang

Während die Bümplizer aufatmen können, wird die Lage für Bosporus immer ungemütlicher. Der Aufsteiger dürfte mit dem anderen Liganeuling Steffisburg und Dürrenast den zweiten Absteiger neben Interlaken ausmachen.

«Wir befinden uns in einer Negativspirale. Die Winnermentalität aus der vergangenen Saison ist uns abhandengekommen», sagt Umut Karakurum. Bosporus’ Captain hält zwar fest, dass in der Begegnung mit Bümpliz nicht alles schlecht gewesen sei, «aber jetzt helfen uns nur noch Siege». Schon am Samstag wartet gegen Dürrenast die nächste Direktbegegnung im Abstiegskampf.

Berner Zeitung

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