BSV Bern: Zeitweise passabel reicht nicht

Handball

Der BSV Bern ist mit einer 26:33-Niederlage bei den Kadetten Schaffhausen in den Halbfinal gestartet. Die Gäste begingen zu viele Fehler.

<b>Kadetten-Kreisläufer Lucas Meister</b> fliegt der Berner Abwehr davon.

Kadetten-Kreisläufer Lucas Meister fliegt der Berner Abwehr davon.

(Bild: Michael Kessler)

Reto Pfister

Die Kadetten aus Schaffhausen sind nochmals ein anderes Kaliber als der Berner Viertelfinalgegner St. Otmar St. Gallen. Das Kader der Nordostschweizer ist breit besetzt. Trainer Petr Hrachovec besitzt zahlreiche Varianten, eine starke Auswahl von sechs Feldspielern auf das Parkett zu bringen.

Der ungarische Spielmacher Gabor Csaszar etwa griff erst in der zweiten Halbzeit so richtig ins Geschehen ein. Dennoch sind die Kadetten nicht unbezwingbar, Wacker Thun hat gegen dieses Team den Cupfinal gewonnen, auch der BSV Bern hat in dieser Saison schon einen deutlichen Sieg gefeiert.

Um dies zu bewerkstelligen, muss jedoch ziemlich viel stimmen. Und das war beim BSV am Sonntag nicht der Fall. Die Gäste verloren trotz einer zeitweise passablen Leistung 26:33, kurz nachdem auch Wacker Thun bei Pfadi Winterthur mit einer Niederlage in den Halbfinal gestartet war.

Zu Beginn der Partie überboten sich Schaffhauser und Berner im Auslassen von Torchancen, erst nach 7 Minuten und 17 Sekunden fiel das 1:0 für die Gastgeber. Die Kadetten lagen danach ständig in Führung, der BSV verkürzte jedoch mehrmals auf zwei Tore Differenz. Am Ende fiel die Niederlage jedoch ziemlich deutlich aus, weil man in den entscheidenden Spielphasen nicht clever genug agierte.

«Die Niederlage ist zu 100 Prozent selbstverschuldet», äusserte sich der Captain und Abwehrchef Thomas Heer deutlich. «Wir haben offensiv und defensiv wieder dumme Fehler begangen, wie in den Auswärtspartien gegen St. Otmar. Und haben die Big Points nicht gesetzt.» Der Gegner sei jedoch schlagbar. «Ich bin überzeugt davon, dass wir im Heimspiel am Donnerstag den Ausgleich schaffen», sagte Heer.

Zu Hause ungeschlagen

Zuversicht können die Berner aus ihrer Heimstärke im Playoff schöpfen. Sie haben in Gümligen alle drei Partien gegen St. Otmar für sich entschieden. Allerdings stehen sie auch unter einem gewissen Druck, dass die Serie der Ungeschlagenheit zu Hause nicht reisst. Bei einer weiteren Niederlage würde es schwer, die Serie gegen die Kadetten noch zu gewinnen. Unabhängig vom Ausgang des Halbfinals ist der BSV bereits für den Europacup 2019/2020 qualifiziert.

Bei einem Aus gegen die Schaffhauser könnte es allerdings statt des EHF-Cups der weniger interessante Challenge-Cup werden, an dem keine Teams aus den sechs europäischen Topnationen teilnehmen. Die Schweiz ist im Ranking abgerutscht und hat einen direkten EHF-Cup-Platz verloren; es ist fraglich, ob gleich zwei Teams per Wildcard in diesen Wettbewerb aufrücken können.

Kadetten - BSV 33:26(13:11)

686 Zuschauer. – SR Brunner/Salah. – Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen die Kadetten, 5-mal2 Minuten gegen den BSV. – BSV Bern: Tatar/Ebinger; Freiberg (1), Eggimann, Schneeberger, Heer (2), Baumgartner (2), Getzmann, Striffeler (2), Kusio (6), Gerlich (3), Szymanski (5), Arn, Mühlemann (5). – Ohne Milosevic, Spinola und Rohr (alle verletzt).

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