Zum Hauptinhalt springen

Besseres Ende für den Favoriten

Der UHC Thun unterliegt dem SV Wiler-Ersigen im letzten Heimspiel des Jahres mit 6:9. Bis zum 3. Drittel war es ein enges Spiel, ehe Wiler-Ersigen ein Doppelschlag gelang.

Nach der WM noch nicht genug: Matthias Hofbauer (Mitte) trug einen grossen Teil zum Sieg von Wiler-Ersigen bei.
Nach der WM noch nicht genug: Matthias Hofbauer (Mitte) trug einen grossen Teil zum Sieg von Wiler-Ersigen bei.
Markus Grunder

Das letzte Heimspiel des Jahres nutzte der UHC Thun zugleich zum Eventtag. Bei Raclette und einem Stelldichein mit dem Schweizer Nationaltrainer David Jansson gastierte Rekordmeister SV Wiler-Ersigen in der Mur-Halle, oder wie Jansson sie bezeichnet: die «Chaoshalle». Der Schwede, der noch letztes Wochenende mit der Nationalmannschaft bei der WM in Prag Bronze holte, wagte zugleich eine Prognose: «Ich denke, Wiler wird dominieren, aber es wäre cool, wenn die Thuner ein frühes Tor schiessen würden.»

Janssons Hoffnungen wurden aber sogleich begraben. Obwohl mit Dave Wittwer bereits früh ein Spieler von Wiler-Ersigen auf der Strafbank Platz nehmen musste, konnten die Thuner ihr Powerplay nicht aufziehen. Im Gegenteil: Der finnische Neo-Weltmeister Tatu Väänänen netzte nach einem Konter im Boxplay erfolgreich ein. Kurz darauf erhöhten die Unteremmentaler auf 2:0. Obwohl der Thuner Captain Jonas Wettstein zwischenzeitlich verkürzte, stellte Matthias Hofbauer die 2-Tore-Führung wieder her.

Entscheidung im 3. Drittel

Das Mitteldrittel hatte es dann in sich. Ein grosses Hin und Her, fünf Tore und zwei verschossene Penaltys aufseiten der Thuner. Nach 40 Minuten stand es 5:4 für den Gast, und es kam Derbystimmung auf.

Aber die Spieler von Wiler-Ersigen bewiesen in diesem Spiel schon mehrmals, dass sie, wenn es sein musste, immer noch einen Gang zulegen konnten. Nach einem Doppelschlag nahm der Thuner Trainer Sebastian Thomann dann sein Timeout. Und prompt erzielte Reto Graber den fünften Treffer der Oberländer, was aber auch nicht mehr für deren Sieg reichte. Am Schluss gewann Wiler-Ersigen das Spiel mit 9:6.

Sebastian Thomann gab die Leistung seiner Akteure aber Mut: «Wir haben zwei Drittel gut mitgespielt und sind immer wieder zurückgekommen. Im letzten Abschnitt war es die individuelle Klasse, die den Unterschied machte.»

Keine Änderung in Tabelle

Matthias Hofbauer versprühte mit seinen 36 Jahren und nach einer anstrengenden WM keine Anzeichen von Müdigkeit: «Klar bin ich noch nicht zu hundert Prozent im Ligaalltag angekommen, aber körperlich fühle ich mich nach wie vor fit.» Trotzdem war er nicht ganz zufrieden mit der Leistung seines Teams. «Wir hatten verschiedene Phasen. Über 60 Minuten gesehen, waren wir die bessere Mannschaft. Aber die Thuner haben clever gespielt, und wir liessen zu viel zu.»

Somit ändert sich in der Tabelle nichts. Wiler-Ersigen behauptet den zweiten Platz, während Thun nicht vom zweitletzten Rang wegkommt. Am Ende war es ein chaotisches Spiel mit dem besseren Ende für den Favoriten. Also alles so, wie es David Jansson prophezeit hatte.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch