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Ambitionierte Ziele im Berner Oberland

Im letzten Spiel der Qualifikation gewinnt BEO gegen Zug United 7:1. Im Playoff-Viertelfinal wartet auf die Oberländerinnen mit Zollbrück ein Berner Derby.

Die 23-jährige Sara Piispa (am Ball) ist Topskorerin und eine von vier Finninnen im Team von Unihockey Berner Oberland.
Die 23-jährige Sara Piispa (am Ball) ist Topskorerin und eine von vier Finninnen im Team von Unihockey Berner Oberland.
Iris Andermatt

«Das Heimrecht im Playoff ist extrem wichtig», sagt Daniel Baumann, Präsident von Unihockey Berner Oberland, während des Spiels gegen Zug United. Zu diesem Zeitpunkt führt BEO, und gleichzeitig liegt Emmental Zollbrück – Konkurrent um Platz vier – gegen die Kloten-Dietlikon Jets zurück.

Damit würde BEO im Playoff-Viertelfinal Heimrecht geniessen. Das Team von Mika Strömberg siegt am Ende deutlich 7:1, doch den Skorpions Zollbrück gelingt eine Überraschung gegen die Jets. So müssen die Oberländerinnen übernächstes Wochenende zuerst auswärts in Zollbrück ran.

Mit Platz vier gerechnet

«Ich habe, ehrlich gesagt, mit einem Heimspiel in zwei Wochen gerechnet», sagt Baumann am Telefon am Montag. «Erst als ich zu Hause war, stellte ich fest, dass Zollbrück die Partie gedreht hat.» Ärgerlich sei es durchaus, aber Baumann sieht auch einen positiven Aspekt: «Das könnte den notwendigen Ehrgeiz auslösen.» Captain Claudia Leu trauert noch ein wenig Platz drei nach, den BEO vor Wochenfrist verspielt hat. «Aber ein Berner Derby im Playoff-Viertelfinal sorgt für eine coole Ambiance.»

Wer dort eine tragende Rolle spielen wird, ist Sara Piispa. Die Finnin verzeichnet nach der regulären Spielzeit 22 Tore und 16 Assists. Beim 7:1-Sieg gegen Zug gelingen der 23-Jährigen drei Punkte. Allen voran beim 1:0 zeigt sie ihre ganze Klasse, als sie am Ende eines Angriffs den gegnerischen Torwart mit einer schönen Täuschung aussteigen lässt.

Die Zugerinnen erzielten zwar Anfang des zweiten Drittels den Ausgleich, doch BEO antwortete prompt mit der neuerlichen Führung durch Laura Steiner. Das Resultat (7:1) fiel letztendlich etwas hoch aus. Juuli Hakkarainen traf dabei dreifach – davon zweimal ins leere Tor. Captain Leu spricht von einem «Arbeitssieg», in dem zu Beginn nicht alles rundlief. «Mit dem letzten Drittel können wir zu­frieden sein», sagt Topskorerin Piispa.

Das Tor gegen Zug hütete für einmal die junge Anja von Allmen. Mit Jahrgang 2001 ist sie eine der vielen Zukunftshoffnungen der Berner Oberländerinnen. «Ein absolutes Ausnahmetalent», schwärmt Präsident Baumann. Auch Captain Leu lobt von Allmen in den höchsten Tönen: «Sie wird sich in der NLA bald durchsetzen.» Im Playoff gegen Kantonsrivale Zollbrück steht vorerst wieder Stammkeeperin Krista Nieminen im Kasten.

Die Ziele formuliert BEO äusserst ambitioniert. «Innerhalb von drei Jahren wollen wir Schweizer Meister werden», sagt Baumann. Für die aktuelle Saison gibt Captain Leu die Marschrichtung vor: «Natürlich wollen wir möglichst weit kommen, der Superfinal wäre toll.» Topskorerin Piispa setzt gar einen drauf: «Mit diesem Team können wir bereits diese Saison den Titel ­holen.»

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