Wacker hat nichts zu lachen im Schachen

Wacker unterliegt zum Auftakt des Playoff Suhr 24:27 und steht in der Viertelfinalserie bereits unter Druck. Eine Sensation gelang Basel in Schaffhausen.

Abgeblockt: Damien Guignet wird gestoppt.

Abgeblockt: Damien Guignet wird gestoppt.

(Bild: Alexander Wagner)

Wenn es draussen wärmer wird, sind die Thuner heiss. So war das zumindest in der Vergangenheit. Am Dienstag war nichts zu sehen vom Feuer, das die Spezialisten für die grossen Spiele so oft erfasst, wenns wichtig wird. Es machte den Anschein, als befände sich Wacker unverändert im Finalrundenmodus. Marc Winkler war genauso wenig ein Faktor wie Flavio Wick, der andere Schlussmann der Berner Oberländer. Ergänzungsspieler Cedric Manse war der Einzige im Team von Coach Martin Rubin, der über sich hinauswuchs. Drei Treffer innert dreier Minuten erzielte der Aufbauer vor der Halbzeit, wodurch er dafür sorgte, dass die Gäste in der Aarauer Spielstätte Schachen mit einer Führung in die Pause gehen konnten (14:13).

Der Start war dem Titelverteidiger gelungen, 6:3 hatte er nach dem Auftakt geführt. Spätestens in der zweiten Hälfte aber waren die Mängel offenkundig. Ideenlos agierten die Thuner zuweilen, ein Beleg hierfür war das Zuspiel von Rechtsflügel Sven Krainer auf Linksflügel Luca Linder in der Schlussphase.

24:27 verloren die Oberländer. In der Best-of-5-Serie stehen sie vor ihrem ersten Heimspiel – am Donnerstag, 19.30 Uhr, Lachenhalle – bereits unter Druck. Trotz einer sehr durchzogenen Leistung hätten sie Suhr schlagen können. Gabriel Felder und Reto Friedli scheiterten wenige Minuten vor dem Ende aus bester Position an Dario Ferrante, der in der Pause Stammtorhüter Dragan Marjanac ersetzt hatte. In Überzahl spielte der Cupsieger zu diesem Zeitpunkt; er besass vermeintlich Vorteile.

Verunsicherte Thuner

Friedli erwischte im Allgemeinen keinen guten Abend. Und Nicolas Raemy gefiel nicht annähernd so sehr wie am Sonntag, als er als Teil der Schweizer Nationalmannschaft grossartig gespielt hatte. Die Aargauer sind der erwartet unangenehme Gegner, der es versteht, die Angriffe früh zu stören.

Mit den Kadetten patzte zum Auftakt der Ausmarchung ein weiterer Grosser. Deren Niederlage im Heimspiel gegen Basel, den ultimativen Aussenseiter, war gar eine Sensation. Die Pleite der Schaffhauser dürfte aber nichts weiter als ein Betriebsunfall gewesen sein.

Die Thuner indes müssen sich im Hinblick auf Partie 2 etwas einfallen lassen. Sie waren nicht abgeklärt genug und agierten hinten wie vorne mitunter verunsichert. Dass der gewöhnlich so souveräne Rechtsflügel Jonas Dähler gleich zweimal verwarf, ist ein Zeichen dafür, dass es um das Selbstvertrauen der Oberländer nicht zum Besten steht.

Berner Zeitung

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