«Viele nehmen mich jetzt mit Namen wahr»

Drei Top-10-Plätze hat Marc Hirschi (20) bereits realisiert. Der Ittiger ist bei den Profis angekommen.

Marc Hirschi gehört seit diesem Jahr zum Profiteam von Sunweb.

Marc Hirschi gehört seit diesem Jahr zum Profiteam von Sunweb.

(Bild: Team Sunweb/Oscar Timmers)

Peter Berger@PeterBerger67

Marc Hirschi, Sie fuhren in der vergangenen Woche eine starke Baskenland-Rundfahrt mit Platz 4 in der 3. und Rang 5 in der 4. Etappe. Haben Sie Ihre Erwartungen übertroffen?
Absolut. Das ist ein riesiger Erfolg für mich. Ich habe gezeigt, dass ich ganz vorne mitfahren kann, wenn ich die Chance dazu erhalte. Das ist positiv für mich und für das Team.

Wie hat Ihr Team Sunweb auf die Top-Resultate reagiert?
Wie ich haben sich auch die Verantwortlichen gefreut. Sie haben mir aber überhaupt keinen Druck gemacht, sondern nur gesagt, dass ich versuchen solle, mich so im Feld zu positionieren, dass ich mitsprinten kann. Ich traute mir ein Top-10-Resultat zu. Dass mir das zweimal gelungen ist, hat mich jedoch etwas überrascht?

Schon beim Eintagesrennen im belgischen Harelbeke hatten Sie als jüngster Fahrer im Feld Rang 10 erreicht.
Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet. Dieses Resultat erreichte wohl noch die grössere Wirkung als die Ränge an der Baskenland-Rundfahrt. Ein Klassiker wird oft intensiver verfolgt als eine Rundfahrt. Auch am TV wird ein solches Rennen eher von A bis Z angeschaut, während bei Etappenrennen viele nur für den Schluss einschalten. Jedenfalls sind ein paar Leute auf mich aufmerksam geworden.

Sie fahren ja erst seit Anfang Jahr im Profiteam. Inwiefern hat sich Ihr Status im Feld schon verändert?
Viele nehmen mich jetzt mit Namen war. Aber ich muss natürlich immer noch viel lernen und mich verbessern. So liegen mir kurze Aufstiege besser als lange. An ganz harten Tagen merke ich, dass mir zu den Spitzenfahrern noch einiges fehlt.

Wie geht es nun für Sie weiter?
Ich wohnte die vergangenen Tage in Sittard. In der Stadt im Süden von Holland hat Sunweb neben dem Tom Dumoulin Bike Park ein Teamzentrum mit 34 Wohnungen gebaut; vor allem für die Nachwuchsfahrer und das Frauenteam. Ich logierte im Gästehaus. Nun folgen die Ardennen-klassiker. Bereits am Mittwoch fahre ich das Rennen Brabantse Pijl in Belgien. Am Ostersonntag steht das Amstel Gold Race in Holland an. Nach Lüttich-Bastogne-Lüttich am 28. April habe ich Pause und komme heim.

Berner Zeitung

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