Steter Tropfen höhlt den Stein

Der BSV Bern ist mit einem 33:28-Heimsieg gegen St. Otmar St. Gallen in die Playoff-Viertelfinals gestartet. Den Grundstein zum Erfolg legten die Berner in der Abwehr.

Hoch die Haare: Michael Kusio (BSV, rechts) versucht, sich gegen Benjamin Geisser durchzusetzen.

Hoch die Haare: Michael Kusio (BSV, rechts) versucht, sich gegen Benjamin Geisser durchzusetzen.

(Bild: Raphael Moser)

Reto Pfister

Der BSV Bern bewies Geduld, viel Geduld. Immer wieder schienen die Gastgeber im ersten Viertelfinalspiel gegen St. Otmar St. Gallen entscheidend davonzuziehen. Und immer wieder schafften die Gäste den Anschluss. Bis in der Schlussphase der zuvor schon starke BSV-Torhüter Edin Tatar nochmals zu Hochform auflief, Würfe von Julian Rauch und Benjamin Geisser parierte. Michael Kusio und Tobias Baumgartner erzielten die entscheidenden Treffer, die Abwehr der Berner verhinderte in den letzten vier Minuten, dass der Ball überhaupt noch einmal den Weg ins Gehäuse des Heimteams fand. Neben Tatar setzte auch Matthias Gerlich entscheidende Akzente. Dem Deutschen scheint St. Otmar zu liegen. Nach 13 Toren Ende März war er beim 33:28-Heimsieg am Dienstag elfmal erfolgreich. Der BSV hat vorgelegt und gezeigt, wie die Ostschweizer zu bezwingen sind.

«Schwierig zu spielen»

Zum einen mit guter Chancenverwertung in der Offensive. St. Otmar ist ein Gegner, der viele Schüsse zulässt. Auch am Dienstag fielen wie schon bei allen vier Begegnungen der beiden Teams in der Hauptrunde über 60 Treffer. Zum anderen mit einer konzentrierten Leistung in der Abwehr. Es ist nicht einfach, gegen die St. Galler zu verteidigen. Oft agieren sie mit sieben Feldspielern und spielen den Ball nahe an der Abwehr hin und her, bis sich eine Lücke auftut. «Es ist schwierig, gegen St. Otmar zu spielen», meinte Tatar. «Man muss stets die Konzentration hoch halten.» Was dem Bosnier wie seinen Kollegen vorzüglich gelang. Antoine Ebinger (43), der nach der Verletzung von Renato Milosevic (Schulter/Saisonende) als zweiter Torhüter ins Team aufgerückt ist, brauchte nicht einzugreifen. Steter Tropfen höhlt den Stein; am Ende waren die Ostschweizer besiegt; die Gäste verliessen das Feld so rasch wie möglich.

Gut für den Kopf

Die Spiele folgen sich nun Schlag auf Schlag. Am Donnerstag wird in St. Gallen gespielt, am Samstag wieder in Bern. Und es gibt BSV-Akteure, die dazwischen auch noch arbeiten. Wie der Gebäudetechnikplaner Luca Mühlemann, der heute einen halben Tag im Büro sitzt. «Für den Kopf ist das nicht einmal schlecht», sagte er. «Am Nachmittag beginnt dann die Regeneration mit einer Massage und einem Eisbad, anschliessend die Vorbereitung.» Um in der Ostschweiz den zweiten Sieg zu holen.

BSV Bern - St. Otmar 33:28 (15:14)

871 Zuschauer. – Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen BSV Bern, 5-mal 2 Minuten gegen St. Otmar St. Gallen. – BSV Bern: Tatar; Schneeberger, Heer (1), Baumgartner (2), Getzmann (1), Striffeler (2), Kusio (5), Gerlich (11/1), Strahm (4), Szymanski (3), Rohr, Arn (2), Mühlemann (2). – BSV ohne Milosevic und Spinola (verletzt), Ebinger, Freiberg und Eggimann nicht eingesetzt.

Berner Zeitung

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