Form stimmt, Resultat nicht

Meiringen

Den Bernern Sascha Lehmann und Anne-Sophie Koller gelang der Saisonauftakt am Weltcup-Event in Meiringen nicht wie gewünscht.

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Nathalie Günter@nathalieguenter

Sascha Lehmann und Anne-Sophie Koller sind die Berner Vertretung im vierköpfigen Olympia-Pool 2020 des Schweizer Alpen-Clubs SAC. Zum Auftakt der Saison kletterten sie am Boulder-Weltcup in Meiringen zusammen mit der ganzen Weltelite.

Es ist die Saison vor Tokio 2020, wo erstmals ein olympischer Medaillensatz im Sportklettern vergeben wird. Wer eine Medaille will, muss in allen drei Disziplinen – Lead, Boulder und Speed – überzeugen.

Dementsprechend dicht ist heuer das Teilnehmerfeld. Allein in Meiringen standen 220 Athletinnen und Athleten auf der Startliste, nur 20 schaffen je die Halbfinalqualifikation. Und die haben Lehmann wie Koller deutlich verpasst.

Top 30 als Ziel

«Ich bin mit dem 59. Schlussrang klar nicht zufrieden, mein Ziel ist die Top 30», so Lehmann. Der Lead-Spezialist ist aber zufrieden mit seiner Form und seinem Auftreten. «Ich wollte selbstbewusst auftreten, eine gute Körperhaltung zeigen, entschlossen unterwegs sein.» Das sei speziell wichtig, wenn ein Boulder komme, der dem Athleten nicht entgegenkomme, erklärt Anne-Sophie Koller.

Auch sie ist mit ihrem 65. Schlussrang nicht zufrieden. Sagt aber auch: «Abgesehen von der absoluten Spitze gibt es zwischen den Plätzen 10 bis 50 immer wieder grosse Durchmischungen.» Die Boulder in Meiringen seien im Frauen-Wettkampf sehr schwierig zu klettern gewesen, da falle man schnell zurück.

«Die meisten erreichten in der Qualifikation nur ein oder gar kein Top.» So auch Koller. Sie konnte deshalb verhältnismässig wenig klettern, erhielt wenig Rückmeldung zu ihrer aktuellen Form. Auch ihr Ziel sind diese Saison die Top 30.

Als «nicht optimal» kommentiert Trainer Pirmin Scheuber das Resultat in Meiringen. «Die Vorbereitung auf die Saison verlief aber gut, die Form der beiden Athleten stimmt.»

Er sei optimistisch, dass die beiden Lead-Spezialisten in den entsprechenden Wettkämpfen weiter vorne zu finden sein werden. «Wichtig ist, dass sie in allen Disziplinen Fortschritte gemacht haben.»

Die Form in ihrer beider Paradedisziplin Lead – gesichertes Klettern an der 23 Meter hohen Wand – können Lehmann und Koller erst im Juli zeigen. Dann findet im schweizerischen Villars der erste Lead-Weltcup statt.

«Ich bin sicher fitter als auch schon, diese Form will ich nun bis dahin konservieren», so Lehmann. Zum Trainieren kommen die Athleten in den nächsten Wochen nicht gross, nächstes Wochenende geht es bereits in Moskau weiter, mit einem Boulder- und Speedwettkampf.

Vogt zieht sich zurück

Aus dem Olympia-Pool zurückgezogen hat sich Dimitri Vogt. Der Seeländer könne die vielen Flugreisen an die Weltcups aus ökologischer Sicht nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren. Er bestreitet darum keine Wettkämpfe mehr in Übersee. Beim Weltcup in Meiringen belegte Vogt den 97. Schlussrang.

Berner Oberländer

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