FC Breitenrain: Dangubic entscheidet das Derby

Der FC Breitenrain hat das Berner Duell in der Promotion League gegen Münsingen 4:1 gewonnen. Matchwinner für die Gäste war Marko Dangubic mit einem Hattrick.

Breitenrains Marko Dangubic bejubelt einen seiner Treffer, Münsingens Captain Daniel Mumenthaler bleibt derweil nur der Frust.

Breitenrains Marko Dangubic bejubelt einen seiner Treffer, Münsingens Captain Daniel Mumenthaler bleibt derweil nur der Frust.

(Bild: Andreas Blatter)

Peter Berger@PeterBerger67

Am Ende war es ein klares Verdikt; vor allem auch dank Marko Dangubic. Der Stürmer von Breitenrain entschied das Derby gegen Münsingen praktisch im Alleingang. Drei der vier FCB-Tore gingen beim 4:1 auf das Konto des Stürmers.

«Wohl in der U-21 mit YB gegen Thun», rätselte der 23-jährige Dangubic nach dem Spiel, wann ihm letztmals ein Hattrick gelungen ist. In der Tat hatte er im April 2016 gegen die Oberländer in der 1. Liga dreimal getroffen, Ende Mai war ihm das Kunststück indes auch noch gegen den FC Bern gelungen.

Gegen Münsingen eröffnete Dangubic das Skore bereits nach zwölf Minuten. Nach der Pause sicherte er den Gästen den Sieg, als er nur sechs Minuten nach Münsingens Anschlusstreffer auf 3:1 stellte.

«Das war eine abgeklärte Mannschaftsleistung», lobte Dangubic vor allem das Team, gestand jedoch: «Wenn man mit Toren helfen kann, ist das natürlich schön.» Denn der Angreifer weiss: «Letztlich wird ein Stürmer immer an den Toren gemessen.»

Stürmertrainer bei YB

Nach dem Hattrick gegen die Aaretaler ist er bei acht Ligatreffern angelangt. Er sagt, er fühle sich wohl bei Breitenrain. Der gebürtige Belper lebt in Bern und studiert im ersten Jahr Rechtswissenschaft. Wobei der Fussball bei ihm nach wie vor einen hohen Stellenwert geniesst. «Ich komme langsam ins beste Fussball-Alter. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, möchte ich schon noch einmal angreifen.»

Für Schaffhausen und Wohlen hat er bereits in der Challenge League gespielt, bei YB kam er dagegen nur auf vier Freundschaftsspiele, zu einem Einsatz in der Super League hat es ihm nie gereicht. Dem Club ist er indes weiterhin verbunden. Dangubic arbeitet bei YB an der Seite von Stéphane Chapuisat als Stürmertrainer der U-17, U-18 und U-21.

Münsingens Abwehrfehler

Gegen Münsingen betrieb der Stürmer Werbung in eigener Sache. Allerdings machte es ihm die Hintermannschaft der Gastgeber auch nicht immer schwer. «Uns fehlt es in der Abwehr nicht am Willen, aber an Qualität. Dass wir am meisten Tore kassiert haben, ist kein Zufall», meinte Kurt Feuz. Der Trainer hatte Anfang Woche beim FCM für die Saisons Nummer 36 und 37 unterschrieben.

Gerne hätte er den Abstand auf den Trennstrich verkürzt. «Aber Breitenrain war besser und hat verdient gewonnen.» Bei den Münsingern machten sich die gewichtigen Ausfälle nicht nur in der Abwehr, sondern auch im Angriff bemerkbar. Sandro Christen versuchte als Sturmspitze den verletzten Patric Gasser zu ersetzen. Christen hatte jedoch vor allem kurz vor dem Seitenwechsel bei zwei guten Möglichkeiten kein Glück. So war der Penaltytreffer von Patrick Strahm kurz nach der Pause das einzig Zählbare.

Weil das zu wenig war, liegt das Schlusslicht weiterhin drei Zähler hinter YF Juventus und vier hinter dem Trennstrich. Breitenrain hat nun schon zehn Zähler Reserve auf Münsingen und verbesserte sich mit dem Derbysieg auf Rang 11, direkt hinter Köniz. «Unser Hauptziel ist der Ligaerhalt», sagt Dangubic. Bleibt er allerdings derart treffsicher, könnte sich Breitenrain durchaus noch nach vorne orientieren.

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