Wenn der Kollege plötzlich Leader ist

Das Team Sunweb rechnete 2017 nicht damit, um den Giro-Sieg zu fahren. Doch dann erkämpfte sich Tom Dumoulin überraschend die Maglia rosa.

Unerwarteter Sieg: Der Holländer Tom Dumoulin wartet am Giro d’Italia auf den Start.

(Bild: Reuters Ronen Zvulun)

Emil Bischofberger@bischofberger

Rang 2, einige Sekunden hinter der Maglia rosa. Tom Dumoulin liegt bei Rennhälfte des Giro d’Italia da, wo man einen Titelverteidiger erwarten kann.

Vor einem Jahr war die Situation ähnlich – und doch ganz anders: Der Holländer übernahm zu diesem Zeitpunkt dank eines überragenden Zeitfahrens die Gesamtführung. Das war für sein Team nicht gerade ein Schock, aber doch ein Weckruf. Das Team Sunweb, eine Equipe mit deutscher Lizenz und holländischer Prägung, war mit der ­Absicht nach Italien gereist, seinem aufstrebenden Leader das beste Gesamt­resultat seiner Karriere zu ermöglichen. Man sprach intern von einem Platz unter den ersten fünf, hoffte, wenn wirklich alles ideal laufen würde, gar das Podium erreichen zu können. Entsprechend ging Sunweb mit eineinhalb Strategien ins Rennen, nominierte neben einigen Bergfahrern und Allroundern zu ­Dumoulins Unterstützung auch Fahrer für die Sprintetappen.

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt