Zum Hauptinhalt springen

Wenn das Volk den Underdog nicht liebt

Die Tour de France hat viele Geschichten geschrieben. Tagesanzeiger.ch/Newsnet blickt während der 100. Austragung zurück. Heute: Die Tour und die Überraschungssieger.

Roger Walkowiak, ein durchaus solider Radfahrer, widersteht allen Angriffen der Tourfavoriten. Am Ende gewinnt der  unbekannte Athlet aus der Provinz die Tour de France 1956.
Roger Walkowiak, ein durchaus solider Radfahrer, widersteht allen Angriffen der Tourfavoriten. Am Ende gewinnt der unbekannte Athlet aus der Provinz die Tour de France 1956.
www.letour.fr
Glückwünsche im Ziel für den Überraschungssieger. Aber die Öffentlichkeit liebt den Aussenseiter nicht.
Glückwünsche im Ziel für den Überraschungssieger. Aber die Öffentlichkeit liebt den Aussenseiter nicht.
www.letour.fr
Anlässlich des bevorstehenden 100. Geburtstages der Tour de France werden im Jahre 2002 bei einer Präsentation in Paris die noch lebenden Gesamtsieger eingeladen. Man erkennt unter anderem (v. l.): Ferdy Kübler, Charly Gaul, Jan Janssen, Roger Walkowiak, Jan Ullrich, Lance Armstrong, Lucien van Impe, Bernard Thévenet, Laurent Fignon und Bernard Hinault. Kniend (v. l.): Lucien Aimar, Felice Gimondi, Stephen Roche, Pedro Delgado, Joop Zoetemelk, Federico Bahamontes und Miguel Indurain. (Oktober 2002)
Anlässlich des bevorstehenden 100. Geburtstages der Tour de France werden im Jahre 2002 bei einer Präsentation in Paris die noch lebenden Gesamtsieger eingeladen. Man erkennt unter anderem (v. l.): Ferdy Kübler, Charly Gaul, Jan Janssen, Roger Walkowiak, Jan Ullrich, Lance Armstrong, Lucien van Impe, Bernard Thévenet, Laurent Fignon und Bernard Hinault. Kniend (v. l.): Lucien Aimar, Felice Gimondi, Stephen Roche, Pedro Delgado, Joop Zoetemelk, Federico Bahamontes und Miguel Indurain. (Oktober 2002)
Reuters
1 / 4

An der Tour de France hat es keinen Platz für Zufallssieger. Das beweist die 110-jährige Geschichte der Rundfahrt. Und so will es auch das eiserne Gesetz im Radsport.

Aber halt: keine Serie ohne Ausnahme. Es hat sie gegeben, die grosse Stunde der Aussenseiter. 1904 wird der erst 19-jährige Henri Cornet nachträglich zum Sieger erklärt – als Gesamtfünfter der Tour. Der Grund: Die ersten vier des Klassementes werden disqualifiziert, weil sie während der Rundfahrt erheblich geschummelt haben. Auch der Toursieg von Lucien Aimar 1966, einem Schützling der Radsport-Grösse Jacques Anquetil, kommt unerwartet.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.