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Vom Skispringer zum Radprofi

Bis vor fünf Jahren war Primoz Roglic noch Skispringer. Am Freitag gewann er um ein Haar den Prolog des Giro d'Italia.

Eine Hundertstelsekunde fehlte zum Triumph: In Quereinsteiger Primoz Roglic scheint grosses Potenzial zu stecken.
Eine Hundertstelsekunde fehlte zum Triumph: In Quereinsteiger Primoz Roglic scheint grosses Potenzial zu stecken.
AFP

Als Primoz Roglic 2007 an der Junioren-WM mit dem slowenischen Team die Goldmedaille gewann, träumte er noch von einer grossen Karriere als Skispringer. Zumal er schon ein Jahr zuvor beim Gewinn von Silber dabeigewesen war und auch einige Continental-Cup-Wettbewerbe gewinnen konnte.

Dann aber liessen die Leistungen des Talents stark nach, Roglic verpasste den Sprung in die A-Nationalmannschaft. Vielleicht auch wegen seines schlimmen Sturzes 2007 in Planica. Er hörte 2011 mit dem Skispringen auf und sattelte radikal um.

Roglics Sturz in Planica vor neun Jahren. Video: Youtube.

2013 schloss er sich dem slowenischen Continental-Team Adria Mobil an und feierte solgleich Erfolge bei kleineren Rennen in Europa. Über das Radfahren sagt er: «Es ist etwas völlig anderes zum Skispringen. Aber Sport bleibt Sport. Du musst hart dafür arbeiten.» Seit diesem Jahr ist Roglic nun für den niederländischen LottoNL-Jumbo-Rennstall aktiv.

In dessen Trikot schloss er die Algarve-Rundfahrt als bemerkenswerter Fünfter ab und schaffte es in der Schlussetappe der Katalonien-Rundfahrt auf Platz 2. «Man kann seine schnelle körperliche Entwicklung und sein wachsendes Verständnis für die Rennen sehen. Er ist ein grosses Talent, das schnell lernt und über grosse Fähigkeiten verfügt», sagte LottoNL-Jumbo-Sportdirektor Nico Verhoeven schon bei der Verpflichtung des Quereinsteigers.

Wie richtig Verhoeven mit dieser Einschätzung lag, unterstrich Roglic am Freitag im Giro-Prolog in Apeldoorn: Bis kurz vor Schluss führte der Slowene. Schliesslich wurde er mit einer Hundertstelsekunde Rückstand auf Tom Dumoulin Zweiter.

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