Start in Afrika – Ziel in Lenzerheide

Beim Weltcupauftakt der Mountainbiker in Südafrika stehen morgen aus Berner Sicht Mathias und Lukas Flückiger im Fokus. Die Brüder fahren diese Saison wieder im gleichen Team.

Die Flückiger-Brothers: Lukas (links) und Mathias.

Die Flückiger-Brothers: Lukas (links) und Mathias.

(Bild: Beat Mathys)

Peter Berger@PeterBerger67

So früh wie nie startet für die Mountainbiker die Weltcupsaison. Der Auftakt erfolgt in Stellenbosch. Die Brüder Mathias und Lukas Flückiger aus dem Oberaargau weilen bereits seit einer Woche in Südafrika. Für den 29-jährigen Mathias erfolgt der Start eigentlich zu früh. «Obwohl ich – anders als in früheren Jahren – vornehmlich in der Schweiz trainiert habe, verlief die Vorbereitung gut», sagt Mathias. «Abgeschlossen ist diese jedoch noch nicht, denn ich will vor allem ab Mai bis September, mit der Heim-WM auf der Lenzerheide, richtig in Form sein.»

Das Mitglied des Nationalkaders von Swiss-Cycling fährt wie der fünf Jahre ­ältere Bruder Lukas (A-Kader) im neuen Thömus/RN-Racing-Team. Neben dem Saisonhöhepunkt auf der Lenzerheide richtet Mathias sein Augenmerk vornehmlich auf eine konstante Leistung: «Nicht wie im vergangenen Jahr einmal top dann wieder flop.»

Lukas Flückiger wurde im neuen Jahr zwischenzeitlich von einer Grippe gebremst, deshalb sieht er sich noch nicht in bester Verfassung. Bei einem Rennen in Banyoles (ESP) Ende Februar lief noch nicht alles nach Wunsch. Neben dem fraglichen Formstand kommt in Stellenbosch ein weiteres Handicap dazu: «Ich starte aus der 4. Reihe, dies ist nicht optimal und bringt auch ­Risiken von Stürzen in der Startphase mit sich.»

Körperlich fühle er sich jedoch inzwischen wieder fit genug, um in die Top 5 fahren zu können, hält Lukas Flückiger fest. Der Weltcup geniesst für ihn wegen der Heim-WM indes nicht Priorität. Das Rennen in Kanada wird er auslassen, dafür geniesst die EM in Glasgow im August noch einen hohen Stellenwert. Am liebsten aber würden die Flückigers im September auf der Lenzerheide ihren Coup von 2012 wiederholen. Damals wurde in Österreich Lukas hinter Weltmeister Nino Schurter Zweiter, Mathias Dritter.

Ryf peilt Top 15 an

Im Schatten der Flückiger-Bro­thers versucht mit Joris Ryf ein weiterer Berner, auf sich aufmerksam zu machen. Der 20-jährige Seeländer aus Täuffelen hat diese Woche auf der erstmaligen Weltcupstrecke in Stellenbosch trainiert. «Sie gefällt mir sehr gut. Ich visiere die Top 15 an. Mit solch einem Resultat könnte ich beim nächsten Weltcup im Mai in Albstadt in der 1. oder 2. Reihe starten», sagt der U-23-Athlet. Eine Prognose fällt dem Nachwuchsfahrer, der das Snow Bike Festival in Gstaad gewonnen hat, nicht leicht, «da ich zum ersten Mal in dieser Saison mit den besten U-23-Fahrern der Welt konfrontiert sein werde». Natürlich ist auch für Ryf die Heim-WM «eines meiner grössten und wichtigsten Rennen».

Kupferschmied über die Strecke: «Steil ist geil»

Bei den Frauen ist Ramona Kupferschmied am Start. Die Spiezerin will sich nach der operativen Beinverlängerung (diese Zeitung berichtete) nun definitiv zurückkämpfen. Dass sie derzeit keinem Kader von Swiss-Cycling angehört, dämpft ihre Erwartungen keineswegs: «Ich will ein Teil der Weltmeisterschaft in der Lenzerheide sein.» Vorerst aber schwärmt die 19-jährige Oberländerin von der neuen Strecke in Afrika. Kupferschmied hat versucht, sich optimal zu akklimatisieren. «Von minus 10 Grad in der Schweiz zu plus 35 Grad in Südafrika ist ein grosser Unterschied», hält sie fest. Zur Strecke in Stellenbosch sagt sie: «Steil ist geil.» Aber sie kennt die Tücken: «Eine kleine Unaufmerksamkeit, und das Vorderrad rutscht in der sandigen Kurve weg.»

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