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Rabobank-Team liess Doper gewähren

Gemäss der holländischen Zeitung «De Volkskrant» hat die Führung des Rennstalls Rabobank von 1996 bis 2007 Doping toleriert.

Unter Beschuss: Das Team Rabobank, hier an der Tour de Suisse 2010.
Unter Beschuss: Das Team Rabobank, hier an der Tour de Suisse 2010.
Keystone

«De Volkskrant» stützt sich auf Aussagen von Stefan Matschiner, dem Manager des Ex-Profis Bernhard Kohl. Der Österreicher war 2008 positiv auf das verbotene Blutdopingmittel Cera getestet worden. Der wegen Delikten im Zusammenhang mit Doping verurteilte Matschiner erklärte, dass drei ehemalige Rabobank-Fahrer zu den Kunden der Wiener Blutbank Humanplasma gehört haben sollen, darunter Michael Boogerd. Boogerd wies alle Vorwürfe von sich.

Der ehemalige Sportliche Leiter des Rabobank-Teams, Theo de Rooij, gab dagegen zu, dass in seiner Zeit (1996 bis 2007) Rabobank-Fahrer Dopingmittel benutzt hätten. «Wenn es passierte, war es ein gut überlegter Entscheid der medizinischen Betreuer», sagte de Rooij der Zeitung.

Michael Rasmussen war 2007 kurz vor dem wahrscheinlichen Tour-de-France-Gesamtsieg von de Rooij aus dem Rennen genommen worden. Es war bekannt geworden, dass der Däne zuvor falsche Aufenthaltsorte angegeben hatte.

De Rooij gab im Bericht weiter an, die Initiative und die Verantwortung immer den Rennfahrern selber überlassen zu haben. Er verneinte, dass der Sponsor Rabobank Doping gefördert oder finanziert habe. Offiziell war Doping im Team verboten. Die Bank lehnte eine Stellungnahme ab.

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