«Ich stufe den Titel hoch ein»

Mountainbike

Mathias Flückiger feiert als erster Berner seit Christoph Sauser 2006 den Schweizer-Meister-Titel im Cross-Country.

Mathias Flückiger (29) aus Leimiswil freut sich über seinen ersten Triumph an der Schweizer Meisterschaft.<p class='credit'>(Bild: Armin M. Küstenbrück)</p>

Mathias Flückiger (29) aus Leimiswil freut sich über seinen ersten Triumph an der Schweizer Meisterschaft.

(Bild: Armin M. Küstenbrück)

Welchen Stellenwert hat der Schweizer-Meister-Titel für Sie?Mathias Flückiger:Zuerst ist er für mich eine Bestätigung, dass es auch bei schwierigen Bedingungen klappen kann, wenn ich meinen Job gut mache. Den Titel stufe ich hoch sein, bestimmt ist es mein grösster Sieg in dieser Saison. Die früheren WM-Bronzemedaille und der U-23-Weltmeistertitel haben wohl noch den etwas grösseren Stellenwert. Direkt vergleichen lassen sich diese Erfolge jedoch nicht.

Diesmal haben Sie Nino Schurter geschlagen und den Seriensieger nach sechs Meistertiteln in Folge entthront.Ich war schon im Vorjahr nahe dran. Leider war ich damals kurz aus dem Pedal gerutscht und Zweiter geworden. Diesmal hatte Nino mit dem Kettenriss Pech. Natürlich hatte er bei diesem Zwischenfall etwas Zeit verloren. Florian Vogel und ich haben vorne aber etwas taktiert, was ihm erlaubte, näher zu kommen. Doch letztlich spricht niemand mehr vom Wie und Warum, nur der Titel zählt.

Wie geht es jetzt weiter?Von Andermatt bin ich direkt ins Engadin gereist. Jetzt bleibe ich in der Höhe. Die Weltcuprennen im Juli in Val di Sole und Andorra bereite ich nun hier vor.

Im September steht dann mit der Heim-WM in Lenzerheide der Höhepunkt an. Was gilt es noch zu verbessern bis dahin?Vor allem bei den kurzen, knackigen Aufstiegen von rund einer Minute Dauer muss ich noch an der Spritzigkeit arbeiten. Längere Aufstiege sind bei mir eigentlich nie ein Problem, denn meine Form ist grundsätzlich meistens gut.

Das Wichtigste ist aber, dass ich einen klaren und kühlen Kopf bewahre. Das gelang mir in der Vergangenheit nicht immer. Ich darf mir selber nicht zu viel Druck machen, mich nicht stressen. Ich nehme mir deshalb vor, dass ich an der WM befreit fahren will. Wenn mir das gelingt, und das Glück mitspielt, kann es gut kommen.

Berner Zeitung

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