«Es ist megacool, dass alles so gut gelaufen ist»

Wieder ein Berner auf World-Tour-Stufe: Nach dem Rücktritt von Fabian Cancellara erhält der 20-jährige Marc Hirschi einen Profivertrag.

Ambitioniert: Marc Hirschi.

Ambitioniert: Marc Hirschi.

(Bild: Daniel Teuscher)

Peter Berger@PeterBerger67

Marc Hirschi, der wie Fabian Cancellara aus Ittigen stammt, gilt als grosse Zukunftshoffnung im Schweizer Radsport. In diesem Sommer kürte er sich in Zlin in Tschechien im Strassenrennen zum dritten Schweizer U-23-Europameister nach Michael Albasini (2002) und Stefan Küng (2014). Ein Jahr davor gewann Hirschi im U-23-Strassenrennen bereits EM-Bronze.

Das deutsche World-Tour-Team Sunweb mit Star Tom Dumoulin nimmt Sie ab 2019 für drei Jahre unter Vertrag, überrascht?Marc Hirschi: Ja, das ist unglaublich. Ich fahre seit dieser Saison im Nachwuchsteam von Sunweb. Es ist megacool, dass nun alles so gut gelaufen ist. Ich habe schon so lange davon geträumt, Profiradfahrer zu sein – das ist mein Kindheitstraum, der nun wahr wird.

Noch im Mai sagten Sie gegenüber dieser Zeitung, der Weg zum Profi sei noch lang. Warum ging es plötzlich so schnell? Ich rechnete eigentlich frühestens 2020 damit. Aber manchmal braucht es ein paar gute Resultate, dann geht es schnell.

Diese haben Sie geliefert. Sie sind im Juli U-23-Europameister geworden. Ich bin wirklich sehr zufrieden mit meiner Saison, ich konnte konstant gute Resultate erzielen.

Sie haben im Sommer die KV-Lehre bei der Schweizer Armee abgeschlossen... ...und im Winter die Spitzensport-RS. Der Zeitpunkt für eine Profikarriere ist deshalb optimal.

Sunweb-Teamchef Marc Reef hat gesagt, dass Sie im Profiteam Schritt für Schritt auf­gebaut werden sollen. Sie haben also keinen Druck? Ich verspüre ein grosses Ver­trauen von den Verantwortlichen. Sunweb ist bei den Sponsoren gut abgestützt und deshalb ein Team, das längerfristig planen kann. Schon Dumoulin wurde behutsam aufgebaut. Ich bin wirklich hundert Prozent davon überzeugt, dass Sunweb für mich die beste Option ist. Ich fühlte mich bereits in dieser Saison im Entwicklungsteam sehr wohl.

Sind Sie eigentlich jetzt am Feiern? Nein, ich freue mich natürlich riesig, aber das muss bis nach der Saison warten. Ich bin derzeit in Italien und fahre am Wochenende zwei Vorbereitungsrennen.

Für die Weltmeisterschaft Ende Monat in Innsbruck? Genau. Nach den Rennen in Italien haben wir in Magglingen mit Swiss Cycling noch einen Zusammenzug. Dann folgt die Weltmeisterschaft. Diese ist ein grosses Ziel von mir. Ich bin in Form, und der Parcours liegt mir.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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