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«Es ist ein grosser Schock, um ehrlich zu sein»

Dank einem 2. Rang im Einzelzeitfahren in Lausanne hat sich Richie Porte den Gesamtsieg an der Tour de Romandie gesichert. Im Hinblick auf die Tour de France stimmt die Form des Australiers.

Mann in Gelb: Richie Porte.
Mann in Gelb: Richie Porte.
Keystone

Im gestrigen abschliessenden Einzelzeitfahren der Tour de Romandie stand Richie Porte, dem Captain des vom YB-Investor ­Andy Rihs alimentierten BMC-Teams, einzig Primoz Roglic vor der Sonne. Der 27-jährige Slowene distanzierte Porte auf dem 17,9 km langen Parcours durch Lausanne um acht Sekunden. Roglic, ein ehemaliger Skispringer und WM-Silbermedaillengewinner bei den Junioren, rückte in der Gesamtwertung noch vom 6. in den 3. Rang vor.

Trotz des Erfolges des Slowenen gehörte die Aufmerksamkeit zum Abschluss der sechstägigen Rundfahrt durch die Westschweiz Porte. Der Australier wurde seiner Favoritenrolle gerecht und entschied das Duell um den Gesamtsieg gegen Simon ­Yates für sich. Am Ende hielt er den Briten, der am Samstag in Leysin die Königsetappe im Zweiersprint vor ihm gewonnen und somit das Leadertrikot übernommen hatte, um 21 Sekunden auf Distanz. Vor dem Zeitfahren hatte Portes Rückstand auf Yates noch 19 Sekunden betragen.

Zwei Schweizer Etappensiege

Nach den starken Leistungen in den vergangenen Tagen gehörten die Schweizer in der Hauptstadt der olympischen Bewegung nicht zu den Schnellsten. Portes Teamkollege Stefan Küng war als 21. mit 1:07 Minuten Rückstand der beste einheimische Fahrer. «Das ist ein spezieller Parcours, der eher auf die Kletterer zugeschnitten ist», erklärte der Zeitfahrspezialist, der sich mit dem Gewinn der Punktewertung trösten konnte.

Küng hatte am Donnerstag mit seinem Sieg in Bulle für einen von zwei Schweizer Höhepunkten gesorgt. Tags zuvor hatte mit Michael Albasini bei der Bergankunft in Champéry bereits ein Landsmann gejubelt. Für den 36-Jährigen war es der 7. Etappenerfolg im Rahmen der Tour de Romandie.

Richie Porte zeigte sich überrascht über seine starke Leistung im Zeitfahren: «Es ist ein grosser Schock, um ehrlich zu sein. Ich habe nicht gedacht, dass ich so viel Zeit gutmachen kann», sagte der 32-Jährige.

Froomes Rückstand

Richie Portes Formaufbau scheint im Hinblick auf die in knapp zwei Monaten beginnende Tour de France zu stimmen. Die Tour ist das grosse Saisonziel des letztjährigen Gesamtfünften, der zwischen 2012 und 2015 bei Sky als Edelhelfer von Chris Froome diente. Wie Porte wollte auch der 31-jährige Brite in der Romandie seine Form testen. Der dreifache Tour-de-France- und zweifache Tour-de-Romandie-Sieger offenbarte im Vergleich zu den Vorjahren allerdings Rückstände im Trainingsplan und beendete die Rundfahrt lediglich auf dem 18. Platz.

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