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Der Triumph für den verstorbenen Partner

Christoph Sauser hat zusammen mit dem Tschechen Jaroslav Kulhavy in Südafrika das härteste Bike-Rennen der Welt gewonnen. Es ist ein ganz spezieller Sieg für den Berner.

Erschöpft, aber glücklich: Jaroslav Kulhavy und Christoph Sauser (r.) widmen ihren Erfolg in Südafrika dem verstorbenen Burry Stander.
Erschöpft, aber glücklich: Jaroslav Kulhavy und Christoph Sauser (r.) widmen ihren Erfolg in Südafrika dem verstorbenen Burry Stander.
Keystone

Schon zum vierten Mal beendete Christoph Sauser die Cape Epic, die Tour de France der Mountainbiker, als Gesamterster. Und doch war dieser Triumph am Sonntag für den Sigriswiler etwas ganz Besonderes. Denn Sauser gewann die über 700 km lange und sieben Etappen dauernde Tortur im südafrikanischen Westkap mit einem neuen Partner. Die letzten beiden Erfolge hatte er an der Seite von Burry Stander errungen. Das hoffnungsvolle südafrikanische Talent war jedoch Anfang Januar an den Folgen eines Trainingsunfalles in seiner Heimat gestorben.

Sauser widmete nach den Strapazen für Zweierteams den Gesamterfolg dem verstorbenen Südafrikaner. «Es war der emotionalste Sieg, wegen Burry, aber auch wegen der Renngeschichte.» Kulhavy, der nach dem Tod des südafrikanischen Mountainbikers spontan eingesprungen war, sagte gegenüber einheimischen Medien, dass sie beide das gesamte Rennen in Erinnerung an Stander gefahren seien und den Sieg auch dessen Hinterbliebenen widmen würden.

Sausers Erfahrung von grossem Nutzen

Tourdebütant Kulhavy, der an Olympia 2012 im Finish dem Bündner Nino Schurter die Goldmedaille im Cross-Country weggeschnappt hatte, war neben der emotionalen Gefühlslage um Stander auch aus anderen Gründen ergriffen von den wilden Tagen in Südafrika. «Diese Tour ist etwas Unglaubliches, etwas, was ich zuvor noch nie erlebt habe. Du wachst am Morgen in einem Campingwagen auf, dann steht gleich die nächste Etappe auf dem Programm. Es ist unglaublich hart, acht Tage lang stark zu fahren und durchzuhalten.»

Wie die meisten Teilnehmer auch blieben die Gewinner von technischen Defekten und Stürzen nicht verschont. Überdies lernten die tapferen Biker des Öftern die Bekanntschaft einer Gazelle oder sonst eines wilden Tieres kennen. Der 28-jährige tschechische Debütant dankte seinem erfahrenen Compagnon aus der Schweiz für dessen Unterstützung. «Ich habe viel von Christophs Erfahrung profitieren können. Südafrika ist ja seine zweite Heimat.»

Superstars in Südafrika

In der Tat fühlt sich der 36-jährige Berner in dieser wunderschönen und wilden Gegend am Kap sehr wohl. Sauser zeigte sich gegenüber dem Reporter von «Independent News and Media» auch begeistert davon, wie sich die Cape Epic inzwischen präsentiert. «Das ist das beste Mountainbike-Rennen der Welt. Und der Event ist grösser als die Weltmeisterschaften oder der Weltcup.» Der Schweizer schwärmte überdies von der medialen Beachtung der Tour: «Die Medien, die Fans, die Unterstützung – alles ist grossartig. Wir werden wie Superstars aufgenommen.»

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