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Der Star aus dem Niemandsland

Über die Szene und ihre Anhängerschaft hinaus populäre Figuren gibt es im Radsport wenige. Peter Sagan hat diesen Status erreicht, beim Slowaken finden sich Parallelen zum ehemaligen Skikönig Bode Miller. In Frankreich will Sagan den Rekord Erik Zabels egalisieren.

Verwegener Abfahrer: Peter Sagan (rechts) gehört steuertechnisch zu den Besten und geht daher manchmal höhere Risiken ein als die Konkurrenten.

Verwegener Abfahrer: Peter Sagan (rechts) gehört steuertechnisch zu den Besten und geht daher manchmal höhere Risiken ein als die Konkurrenten.

(Bild: Imago)

Die Faszination ist ungebrochen. Rollt die Tour de France an, steht die Welt kopf. Leitplanken werden ohne politisches Hickhack verschoben, im realen wie im übertragenen Sinn. Vermeintlich Komplexes wird unkompliziert umgesetzt, Bern lässt grüssen.

Momentan bereitet sich der Tross in Düsseldorf auf den samstäglichen Start vor. Allein die ­Nähe zu den veloverrückten Holländern garantiert einen Grossaufmarsch. Das Rheinland er­wartet die orange Invasion – Bern lässt ein zweites Mal grüssen.

Der Unterschied zwischen Tour de France und Fussball-EM findet sich bei der Popularität der Protagonisten. Rennfahrer wie die legendären Fausto Coppi und Eddy Merckx, deren Namen jedes zweite Kind kannte, gibt es keine mehr. Der letzte Volksheld war Marco Pantani, der mutmasslich mit EPO gedopte Pirat, welcher im Stil eines Junkies verstarb. Was zumindest partiell das Ausbleiben von Nachfolgern erklärt.

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