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Der Druck auf Armstrong wächst

Das IOK nimmt Ermittlungen gegen Lance Armstrong auf. Und eine Versicherungsgesellschaft will Millionen von US-Dollar vom ehemaligen Radprofi zurück.

Die Schlinge wird immer enger: Lance Armstrong gerät immer mehr unter Druck.
Die Schlinge wird immer enger: Lance Armstrong gerät immer mehr unter Druck.
Keystone

Die Versicherungsgesellschaft SCA Promotions fordert nach den neusten Entwicklungen die Summe von zwölf Millionen US Dollar von Lance Armstrong zurück. Ausserdem kündigte die Firma rechtliche Schritte gegen den Texaner an. Diese könnten im Zusammenhang mit falschen Aussagen von Armstrong in einem Schiedsgerichtsverfahren zwischen 2005 und 2006 stehen. SCA Promotions hielt damals wegen Dopingvorwürfen eine Zahlung von 7,5 Millionen Dollar nach dem sechsten Erfolg des Amerikaners an der Tour de France 2004 zurück. Gegen diese Massnahme hatte Armstrong erfolgreich geklagt.

Dass das einstige Radsport-Idol nun Existenzangst haben muss, ist kaum anzunehmen. Finanzexperten schätzen das Vermögen von Armstrong auf gut und gerne 125 Millionen Dollar.

Die Schimpftirade von Voigt

Heute gab das Internationale Olympische Komitee (IOK) bekannt, dass es Ermittlungen gegen den dopingverdächtigen ehemaligen Profi aufnehmen wird. «Das IOK wird jetzt den Prozess in Bezug auf Lance Armstrong, andere Fahrer und nicht zuletzt deren Gefolgsleute aufnehmen», meldete ein Sprecher des IOK mit Sitz in Lausanne. Damit muss der 41-Jährige auch um seine olympische Bronzemedaille im Zeitfahren von 2000 in Sydney zittern.

Die Causa Armstrong hat Einwirkungen auf die ganze Radsport-Szene. Welt.deberichtet, dass Jens Voigt, Radprofi seit mehr als 15 Jahren, in einem Beitrag für das Magazin «Bicycling» klagt: «Ich habe Familie und Kinder. Und ich habe es satt, wenn meine Frau in der Schule gefragt wird, ob ich Drogen nehme. Ich habe es satt, wenn ich im Kindergarten gefragt werde, ob ich dope. Ich habe es satt, Fremden meinen Job zu erklären und meine Existenz zu rechtfertigen. Trotzdem erklärt der Berliner optimistisch: «Ehrlich, unser Sport ist besser und sauberer als jemals zuvor.»

Wie auch immer: Der Dopingskandal um Armstrong hat ein weiteres personelles Opfer gefordert. Matt White, von 2001 bis 2003 Teamkollege des Texaners beim Rennstall US Postal, wurde als Sportdirektor des australischen Profi-Teams Orica-GreenEDGE entlassen. White hatte Mitte Oktober gestanden, Teil des ausgeklügelten Dopingsystems in der Armstrong-Ära gewesen zu sein.

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