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Cancellara alleine im Gegenwind

Fabian Cancellara beendet Paris–Roubaix als Dritter. Derweil der Berner früh auf sich gestellt ist, handelt es sich bei Niki Terpstras Sieg um das Resultat einer hervorragenden Mannschaftsleistung.

Auf dem Podest hält sich die Euphorie in Grenzen. Rundherum, in der offenen Rennbahn von Roubaix, feiern Tausende ihre Helden. Weder das Gastgeberland noch das nahe Belgien ist an der Siegerehrung mit einem Fahrer vertreten. Trotzdem werden die Leistungen der Erfolgreichen lautstark gewürdigt. Die Zuschauer sind fachkundig; es ist wohl fast jedem bewusst, was die Hauptdarsteller auf den 257 Kilometern zwischen Compiègne und Roubaix durchgemacht haben. Als der Name Fabian Cancellaras fällt, ist der Beifall gewaltig. Der Berner streckt artig die Hände gen Himmel, versucht, nicht unglücklich auszusehen. Die Mimik jedoch lässt keine Zweifel offen – zufrieden ist der Vorjahressieger mit Rang 3 nicht.

Sein Nachfolger Niki Terpstra scheint mit der Situation etwas überfordert zu sein. Mal lächelt der Holländer, dann schaut er wieder Richtung Boden. Zum engsten Favoritenkreis war er nicht gezählt worden, aber um einen Grünschnabel handelt es sich bei Terpstra nicht. 2012 hatte er Paris–Roubaix als Fünfter, 2013 gar als Dritter beendet; er mag die Pflastersteine, ist 1,89 m gross, hat ähnliche Masse wie Tom Boonen und Sep Vanmarcke.

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