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Cancellara – der Beste der Geschichte?

Frankreichs höchste sportliche Instanz, die Zeitung «L'Equipe», adelt Fabian Cancellara nach seinem dritten Triumph beim Radklassiker Paris–Roubaix und fragt: Ist er gar der Beste der Geschichte?

Der Lohn für die Mühen: Fabian Cancellara posiert mit der Siegertrophäe.
Der Lohn für die Mühen: Fabian Cancellara posiert mit der Siegertrophäe.
Reuters
Die Erlösung nach dem Kampf: Der Berner rollt mit erhobenen Armen als Sieger über die Ziellinie im Vélodrome von Roubaix.
Die Erlösung nach dem Kampf: Der Berner rollt mit erhobenen Armen als Sieger über die Ziellinie im Vélodrome von Roubaix.
Reuters
Ganz nah dran: Die Zuschauer sind nur Zentimeter von den Rennfahrern entfernt.
Ganz nah dran: Die Zuschauer sind nur Zentimeter von den Rennfahrern entfernt.
Reuters
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Nach über 250 Kilometern auf den staubigen und mit holprigen Pavés gepflasterten Landstrassen Nordfrankreichs entschied ein Nervenkrieg auf der Rennbahn von Roubaix das Rennen zu Gunsten von Fabian Cancellara. «Ich wollte das Spiel spielen, aber ich weiss nicht, wie ich es hinbekommen habe», blickt Cancellara auf die entscheidenden Szenen zurück und gibt zu: «Ich hatte ein wenig Angst, als wir in der Kurve praktisch stillstanden.» Die Vollbremsung des Berners, die seinen Konkurrenten Sep Vanmarcke unfreiwillig in die Rolle des Führenden katapultierte, war aber der entscheidende Schachzug. Cancellara griff aus dem Windschatten an und sicherte sich seinen dritten Triumph bei Paris–Roubaix.

«Cancellara, ein Grand Cru», titelt Frankreichs führende Sportzeitung «L'Equipe» heute voller Ehrfurcht – verknüpft mit der Frage, ob der Zeitfahr-Olympiasieger von Peking sogar noch besser sei als der Belgier Tom Boonen, der Paris–Roubaix viermal gewinnen konnte und auch an der Flandern-Rundfahrt mit drei Siegen einen Erfolg mehr aufweist als Cancellara.

Cancellara auch bei Mailand–Sanremo dominant

«L'Equipe» will sich bei der Antwort nicht auf die Zahl der Triumphe festnageln lassen und fasst den Kreis weiter. Der Unterschied zwischen Boonen und Cancellara, so schreibt die Zeitung, bestehe darin, dass der Schweizer nicht nur in den vom Kopfsteinpflaster geprägten Rennen auftrumpfe, sondern auch bei Mailand–Sanremo zu den Besten gehöre. Den ersten Klassiker des Jahres gewann Cancellara 2008, insgesamt stand er an der ligurischen Küste viermal auf dem Podest.

Der Gelobte selbst gibt sich diplomatisch: «Wer ist der Beste? Wir sind beide stark, jeder auf seine Art. Boonen ist der beste Sprinter, ich bin der beste Roller. In den letzten Jahren waren wir die beiden grössten Fahrer in diesen Rennen. Wer der Grössere ist, müssen die Leute beurteilen.»

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