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«Armstrongs Juristen drohten mir»

Der Schweizer Sportarzt Heinz Bühlmann über den tiefen Fall von Lance Armstrong, Langzeitschäden bei jahrelangem Doping und die zweifelhafte Rolle von Verbänden und Sportkonsumenten.

«Man muss sich vor Augen halten, dass er vor seiner Krebserkrankung an der Tour de France nie unter den ersten fünfzig war»: Heinz Bühlmann setzt ein Fragezeichen hinter Lance Armstrongs Klasse.
«Man muss sich vor Augen halten, dass er vor seiner Krebserkrankung an der Tour de France nie unter den ersten fünfzig war»: Heinz Bühlmann setzt ein Fragezeichen hinter Lance Armstrongs Klasse.
Keystone

Freut es Sie, dass das Lügengebäude des hartnäckigen Dopingleugners Lance Armstrong nun endgültig zusammengekracht ist? Ja, das ist ein Grund zur Freude. Ich habe ja schon vor langer Zeit erklärt, dass der Heldenkult um ihn Augenwischerei ist. Doch auch mir waren in gewisser Weise die Hände gebunden. Als ich zum Beispiel nach einem kritischen Artikel über Armstrong eine Einladung aus den USA hatte, um detaillierter zu recherchieren, musste ich diese ablehnen. Armstrongs Juristen drohten mir, und eine Schadenersatzklage in Millionenhöhe wollte ich mir nicht einhandeln. Ich dachte, dass jemand mit einem breiteren Rücken her müsse, zum Beispiel der Radsport-Weltverband (UCI).

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