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Oracle vor der Wende

Das Team Oracle holt im America's Cup auf. Das 17. Rennen gewinnen die Amerikaner gegen das Team New Zealand und verkürzen so auf 7:8.

Das Duell um den America's Cup wird immer dramatischer. In der 17. Wettfahrt bezwingen die Amerikaner den Rivalen Team New Zealand um 27 Sekunden und verkürzen auf 7:8. Der Zielstrich liegt bei neun Siegen. Oracle trumpfte erneut gross auf und zwang Gegner Team New Zealand schon in der Phase vor dem Start eine Strafe auf, weswegen die Neuseeländer in der Folge bereits nach dem offiziellen Beginn des 17. Rennens einen Rückstand von 15 Sekunden aufwiesen. Die Strafe war fällig geworden, weil die Kiwis ihren Gegner aus eigenem Verschulden touchiert hatten. Oracle verwaltete den Vorsprung sicher, baute diesen schliesslich aus und überquerte beinahe eine halbe Minute vor dem Rivalen die Ziellinie.

Das Team Oracle mit Skipper Jimmy Spithill ist nach dem neuerlichen Sieg drauf und dran, die grosse Wende im Kampf um den 34. America's Cup zu schaffen. Mittlerweile scheint es sogar wahrscheinlich, dass die Amerikaner den Titel in der San Francisco Bay erfolgreich verteidigen können. 1:8 lagen die Amerikaner vor wenigen Tagen noch zurück. Aber die eindrucksvolle Serie von sechs Erfolgen brachte ihnen wieder den realistischen Glauben an den Gesamtsieg zurück.

Wäre Oracle nicht wegen einer Bootsmanipulation in einer unterklassigen Serie mit zwei Minuspunkten bestraft worden, hätte das Team von US-Milliardär Larry Ellison nach der grossen Aufholjagd gestern die «Belle» gewonnen und die Silberkanne bereits jetzt schon definitiv behalten können. Langsam aber sicher steuert das Duell dem grossen, finalen Showdown entgegen. Sofern die Neuseeländer in der Nacht auf Mittwoch in der 18. Regatta nochmals verlieren, kommt es am Mittwoch Abend beim Stand von 8:8 zur alles entscheidenden letzten Wettfahrt.

In der aktuellen Auseinandersetzung dominieren inzwischen die Amerikaner das Renngeschehen und waren aufgrund ihrer höheren Bootsgeschwindigkeit in den jüngsten Wettfahrten überlegen. «Wir haben ein grossartiges Boot», sagte Spithill. «Wir können diesen Cup gewinnen. Egal, wie viele Rennen es noch sind.» Die Neuseeländer mit Skipper Dean Barker sind nach überragendem Start zurückgefallen. «Unsere Motivation ist der tiefe Glaube im Team, dass wir diese Schlacht gewinnen können», sagte er.

Mit Blick auf die Rekorddauer haben sich die Veranstalter inzwischen korrigiert. Erst am Dienstag erreichte der Kampf um die Silberkanne den 18. Tag seit dem Startschuss am 7. September. Damit wurde die Bestmarke egalisiert, die allerdings nicht wie bisher berichtet 2003, sondern bereits 1899 von J. P. Morgans Colombia im Duell mit Sir Thomas Liptons legendärer Shamrock aufgestellt wurde.

SI

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