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«Ich widme die Medaille meiner Grossmutter»

Fanny Smith gelang es, die Enttäuschung von Sotschi zu überwinden. Dafür musste sie im Final die Ellbogen ausfahren.

Schweizer Jubel: Fanny Smith sicher sich im Skicross-Final die Bronzemedaille.
Schweizer Jubel: Fanny Smith sicher sich im Skicross-Final die Bronzemedaille.
Ryan Pierse/Getty Images
Geschlagen geben muss sich Fanny Smith nur den beiden Kanadierinnen Kelsey Serwa (Mitte) und Brittany Phelan (links).
Geschlagen geben muss sich Fanny Smith nur den beiden Kanadierinnen Kelsey Serwa (Mitte) und Brittany Phelan (links).
Matthias Hangst/Getty Images
Die vierte Schweizerin, Priscillia Annen, muss bereits im Achtelfinal die Segel streichen und klassiert sich auf Position 23.
Die vierte Schweizerin, Priscillia Annen, muss bereits im Achtelfinal die Segel streichen und klassiert sich auf Position 23.
Photo by Matthias Hangst/Getty Images
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Sie haben Ihre lang ersehnte Medaille, wie fühlen Sie sich?

Beim dritten Anlauf bei Olympia hat es endlich geklappt. Ich habe es geschafft, mich von dem Druck zu befreien. Und die Medaille bedeutet mir noch mehr, weil ich im Final so sehr darum kämpfen musste.

Unterwegs unterlief Ihnen da ein kleiner Fehler. Was ging Ihnen durch den Kopf?

Ich bin gestartet, um Gold zu gewinnen. Aber ich machte einen Fehler, der mich viel Tempo kostete. Danach kämpfte ich so fest ich konnte, um den dritten Platz zu verteidigen.

Spürten Sie, dass Sie sich mit Sandra Näslund um Bronze duellierten, der derzeitigen Skicross-Dominatorin?

Ich hatte mitgekriegt, wie mich die beiden Kanadierinnen überholt hatten – da blieben nicht mehr viele andere hinter mir. (lacht) Ich sah sie, und ich war mir bewusst, dass ich in der Vergangenheit in gewissen Rennen zu lieb gewesen war. Dieses Mal verteidigte ich mich, wie man das in der Situation tun muss.

Sie mussten die Ellbogen ausfahren…

… ja, das kann man so sagen. Heute sagte ich mir am Start: Ich habe absolut nichts zu verlieren, ich will Spass haben und mein Bestes zeigen. Nach meinem Fehler liess ich den Kopf nicht hängen, sondern kämpfte, um so schnell wie möglich die Ziellinie zu erreichen.

Welche Emotionen dominieren: Freude oder Erleichterung?

Alle zugleich. Eine riesige Freude, eine riesige Erleichterung, dazu die Emotionen mit meiner Familie – abgesehen von der Grossmutter sind alle hier. Ich nehme an, sie hat Zuhause den Fernseher ausgeschaltet, als ich startete, weil sie zu sehr Angst um mich hat. Ich möchte meine Medaille ihr widmen, sie ist eine ausserordentliche Frau, sehr stark.

Was war in den vier Jahren seit Sotschi entscheidend?

Es fiel mir sehr schwer, mich von meinem Scheitern zu erholen, mental. Ich habe schwer damit gekämpft. Aber ich habe Leute um mich, die immer an mich geglaubt haben.

Wie schauen Sie vorwärts?

Es gibt immer Steigerungspotenzial, man kann es noch besser machen. Ich habe kein perfektes Rennen gezeigt, wenn man so will. Ich stelle sehr hohe Ansprüche an mich. Darum nehme ich diesen dritten Platz, und hoffe, dass die Saison so weitergeht.

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