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Oben angekommen

Obwohl die Resultate für das Team von Mika Strömberg noch sekundär sind, liegt sein Unihockey Berner Oberland auf dem hervorragenden 3. Rang. Hauptziel des NLA-Teams ist es, sich in der höchsten Liga zu etablieren.

Katja Würsten (links) setzte sich auch gegen die Emmentalerinnen in Szene und will mit BEO den Status als Liftteam abstreifen.
Katja Würsten (links) setzte sich auch gegen die Emmentalerinnen in Szene und will mit BEO den Status als Liftteam abstreifen.
Markus Grunder

Dem finnischen Trainer Mika Strömberg, der mit einem Dreijahresvertrag langfristig planen kann, ist die momentane Platzierung seines Teams nebensächlich. Er konzentriert sich vielmehr auf die Darbietung seiner Spielerinnen: «Wir müssen Schritt für Schritt nehmen.»

Dennoch stimmen die Resultate seit der 3:12-Kanterniederlage am zweiten Spieltag gegen die Red Ants aus Winterthur. Strömberg empfindet diese Klatsche nicht etwa als Wendepunkt, sondern bezeichnet den Dämpfer als normale Entwicklung. «Manchmal muss man eben einen Schritt rückwärts machen, um dann ­wieder zwei nach vorne zu ge­langen.»

Einen Schritt nach vorne gelang den Aufsteigerinnen an diesem Wochenende. Am Sonntag landeten die Oberländerinnen gegen die Skorpions Emmental Zollbrück in extremis einen 5:3-Derbysieg. Dreissig Sekunden vor Schluss war der Spielstand noch ausgeglichen, ehe BEO ein Doppelschlag gelang.

«Obschon diese Art von Training vielleicht nicht allen Spass macht, herrscht eine gute Atmosphäre.»

BEO-Trainer Mika Strömberg

Einen Tag zuvor konnte der 6:5-Sieg gegen Frauenfeld erst in der Verlängerung gesichert werden. Mit den fünf gewonnenen Punkten liegt Berner Oberland neu auf dem dritten Tabellenrang. Der Fokus liegt aber nicht auf der Tabelle, sondern auf den Trainings.

Ungewohnte Trainings

Strömberg arbeitet während diesen hauptsächlich an sogenannten Basics. Er ist sich sicher: «Wenn sich die Spielerinnen individuell verbessern, werden wir auch als Team stärker.» Unter dieser Philosophie leidet in den Trainings vor allem der klassische Spielteil. Der Finne lässt nämlich fast nie, wie sonst üblich, mit 5 gegen 5 trainieren. Vielmehr setzt er auf andere Spielformen, bei denen seine Spielerinnen schneller Entscheidungen treffen müssen. «Obschon diese Art von Training vielleicht nicht allen Spass macht, herrscht eine gute Atmosphäre», bestätigt der 38-Jährige.

Der Wille zu lernen und Fortschritte zu erzielen, sei bei BEO vorhanden. Strömberg kann auf einen guten Mix aus erfahrenen, zum Teil ausländischen Spielerinnen und jungen hungrigen Akteurinnen zurückgreifen.

Kein Liftteam mehr

Zu den jüngeren Teammitgliedern gehört die 20-jährige Katja Würsten. Die Uetendorferin hat trotz ihres jungen Alters sowohl den Abstieg aus der wie auch den Wiederaufstieg in die NLA erlebt. Für sie ist eines klar: «Wir wollen kein Liftteam mehr sein!» Würsten will mit BEO in der höchsten Spielklasse «nicht nur überleben, sondern unsere Gegner auch herausfordern».

Eine solche Herausforderung steht für Berner Oberland bereits nächste Woche an: Auswärts treffen die Oberländerinnen auf den Kantonsrivalen Wizards Bern Burgdorf. BEO liegt zwar einen Punkt vor den Wizards, dennoch sind die Burgdorferinnen Favorit. Strömberg stellt klar: «Nur wenn wir unser bestes Unihockey zeigen, liegen gegen die Wizards Punkte drin.» Würsten sieht das Derby als Lernprozess: «Falls wir verlieren sollten, sehen wir zumindest, woran wir noch arbeiten müssen.» Ob Sieg oder Niederlage: Unihockey Berner Oberland ist in der NLA angekommen.

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