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Nicht überzeugend, aber siegreich

Die Handballerinnen von Rotweiss Thun sicherten sich gegen Herzogenbuchsee den Sieg erst in der Endphase. Zudem konnten die Berner Oberländerinnen zwei Zuzüge vermelden.

Daniel Küenzi
Noelle Frey setzt sich am Kreis durch.
Noelle Frey setzt sich am Kreis durch.
Patric Spahni

Sie taten sich in der ersten Hälfte schwer, die Spielerinnen von Rotweiss Thun. Das 5-1-Abwehrverhalten der Oberaargauerinnen bereitete den Berner Oberländerinnen zu Beginn einige Probleme. So kam es immer wieder vor, dass sich die Einheimischen vorn festbissen, und dies auch in Situationen, in welchen sie ohne Keeperin agierten und so mit einer weiteren Feldspielerin eigentlich den notwendigen Angriffsdruck erzeugen wollten.

So ergab sich, dass die Gäste zur Pause überraschend mit drei Toren Unterschied vorn lagen. Die Antwort der Thunerinnen folgte nach dem Seitenwechsel deutlich. Drei Angriffe, drei Tore, zwei Abwehraktionen von Keeperin Peronino, und schon war der Tabellenvierte wieder im Spiel.

Zwei Zuzüge

Die Berner Oberländerinnen haben per sofort die 27-jährige Viktorija Blazhevska und die 23-jährige Anna Franková verpflichtet. Blazhevska ist mazedonisch-ungarische Doppelbürgerin und wird das SPL-Team im Rückraum verstärken. In der letzten Saison war sie als Spielertrainerin bei der ersten Mannschaft von WHC Pelister in Mazedonien tätig.

Zuvor hatte sie zwei Jahre in der ersten dänischen Division bei HH Elite in Horsens gespielt. Mit ihrer Erfahrung aus ver­schiedenen europäischen Ligen wird sie für Rotweiss eine gute Unterstützung sein. Die Tschechin Anna Franková hat zuletzt bei den Bad Wildungen Vipersin der ersten Bundesliga in Deutschland gespielt und ist Mitglied der Nationalmannschaft.

Die Linkshänderin wird Rotweiss Thun am rechten Flügel oder auch im Rückraum unterstützen. Die beiden sind vom Spielertyp her nicht mit der immer noch verletzten Topskorerin Lucia Weibelova (Einsatz erst nächste Saison) zu vergleichen. Sie erweitern das dünne Kader der Thunerinnen nominell und geben Coach Peter Bachmann mehr Optionen. Dadurch kommen die Leistungsträgerinnen zu verdienten Verschnaufpausen.

Rotondos Penaltys

Die Verpflichtung der beiden Akteurinnen verdeutlicht aber auch, dass die Thunerinnen in den Playoffs nochmals die Flucht nach vorn antreten wollen und weiterhin mit dem Ziel Playoff-Final unterwegs sind. Dass die beiden Teamneulinge auch einen Mehrwert für das Team dar­stellen können, verdeutlichte Franková in der Spielendphase.

Zweimal versuchte sich die Linkshänderin am rechten Flügel im Alleingang. Zweimal wurde sie gefoult und holte zwei Strafen und zwei Strafwürfe heraus, welche Laura Rotondo sicher verwandelte. Es waren nebst der besseren Defensivarbeit in der zweiten Hälfte die matchentscheidenden Situationen, welche den Favoriten im Berner Derby nicht ins Straucheln brachten. 29:24 gewann Bachmanns Team.

Das Saisondebüt

Für Franková war es die erste Meisterschaftspartie in dieser Saison, nachdem ihr Vertrag erst letzte Woche beim HSG Bad Wildungen Vipers in Deutschland aufgelöst worden war.

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