Hamilton gewinnt vor Vettel in Mexiko

Lewis Hamilton entscheidet den GP von Mexiko vor Sebastian Vettel und Valtteri Bottas für sich. Dem Briten fehlen damit noch 4 Punkte für den WM-Titel.

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Lewis Hamilton muss trotz seines brillanten Sieges in Mexiko noch ein paar Tage auf seinen sechsten WM-Titel warten. Der Mercedes-Star liess beim Reifenkrimi im Autódromo Hermanos Rodríguez Ferrari-Fahrer Sebastian Vettel hinter sich, kann aber rechnerisch in den verbleibenden drei Saisonläufen noch immer von Teamkollege Valtteri Bottas eingeholt werden. Der Finne sicherte sich Platz drei und liegt nun 74 Punkte hinter Hamilton.

Hamilton reicht Platz 8

Die WM-Krönung von Hamilton ist wohl nur um eine Woche verschoben. In Austin kann der Brite am kommenden Sonntag den fünften Triumph in den vergangenen sechs Jahren perfekt machen. Hamilton reicht auf dem Kurs in Texas der achte Platz. Vettel hatte sich bereits in Japan im fünftletzten Saisonrennen auch rechnerisch aus dem WM-Kampf verabschieden müssen.

Ferrari-Führung in den ersten Runden

Nach einer Titelfiesta sah es nach den ersten Kilometern nicht wirklich aus. Hamiltons Attacke beim Start wehrte Vettel ab. Innen wollte nun Max Verstappen am Briten vorbei, es wurde aber zu eng. Sie berührten sich gleich zweimal, mussten durchs Gras und verloren Boden. Hamilton fiel zunächst auf Rang fünf zurück. An der Spitze behauptete sich Charles Leclerc trotz eines Fahrfehlers, der auch zum unfreiwilligen Kontakt mit Vettels Ferrari führte.

Reifenpoker in Mexiko

Als erster des Führungsquintetts kam Alexander Albon in die Box zum Reifenwechsel. Danach Leclerc. Er bekam die gleiche Reifenmischung, hiess auch: Der Monegasse musste auf jeden Fall noch mal die Reifen wechseln lassen. Teamkollege Vettel war indessen mit einer Einstopp-Strategie unterwegs. Dann forderte Hamilton den Deutschen heraus, kam früher in die Box. «Lasst ihn fahren», konterte Vettel die Aufforderung des Kommandostandes, nun seinerseits neue Reifen aufziehen zu lassen. Richtig oder falsch? «Es fühlt sich so an, als hätten wir die Reifen zu früh gewechselt», funkte Hamilton, der beim Mexiko-USA-Trip ohne seinen eigentlichen Stamm-Renningenieur auskommen muss. Die Strategie war klar: Hamilton sollte den Sieg holen, am besten noch die schnellste Rennrunde. Wenn Bottas dann nur Vierter würde, wäre der Triumph perfekt. Hamilton zweifelte, Hamilton haderte. «Du kannst das», feuerte Mercedes-Chefstrategie James Vowles ihn nun auch noch über Funk an.

Hamilton mit dem besseren Ende

Als Vettel zum ersten und Leclerc vom zweiten Mal die Reifen wechseln liessen, fuhr Hamilton vorneweg, dahinter Vettel, Bottas und Leclerc. Entschieden schien noch nichts. Bottas kam Vettel zunächst näher. Der Deutsche hielt dem Druck aber ebenso Stand wie vor ihm Hamilton, der nach seinem zehnten Saisonsieg und dem 83. Grand-Prix-Erfolg auch vor der erneuten Krönung steht.

Alfa Romeo glücklos

Die beiden Alfa-Romeo-Fahrer hatten diesmal keine Aussicht auf Punkte. Antonio Giovinazzi rutschte nach einem Reifenwechsel von der Felge, konnte zwar weiterfahren, mehr als Rang 14 lag aber nicht drin. Teamkollege Kimi Räikkönen kam gar nicht erst ins Ziel. Elf Runden vor Schluss musste er den Motor ausschalten.

dpa

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