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Wird Ecclestone am Wochenende in Deutschland verhaftet?

F-1-Papst Bernie Ecclestone droht Ungemach.

Keystone

Vor dem am Sonntag stattfindenden Grand Prix von Deutschland könnte laut deutschen Medien ein Ermittlungsverfahren Bernie Ecclestone nötigen, vor dem Richter zu erscheinen.In München sitzt der ehemalige Vorstand der Bayrischen Landesbank, Gerhard Gribkowsky, in Untersuchungshaft. Gemäss der «Bild» und der «Süddeutschen Zeitung» soll auch Formel-1-Chef Bernie Ecclestone vom Ermittlungsverfahren betroffen sein: als Zeuge oder als Verdächtiger wegen Beihilfe zur Untreue.

Gribkowskys Bayrische Landesbank hat als Gläubiger nach dem Konkurs der Kirch-Mediengruppe die Rechte an der Formel 1 erworben. Beim Verkauf dieser Rechte an CVC im Jahre 2006 soll der damalige Vorstand Gribkowsky umgerechnet 32 Millionen Franken erhalten haben, auch von Firmen, die mit Bernie Ecclestone in Verbindung gebracht werden. Laut «Bild» wird gegen Gribkowsky «wegen Bestechlichkeit, Untreue und Steuerhinterziehung ermittelt». Ihm drohen bis zu zehn Jahre Haft.

Verhaftung am Nürburgring?

Nun muss Bernie Ecclestone wie bereits in der Vernehmung zum Fall Gribkowsky aussagen. Laut «Süddeutscher Zeitung» wird die Münchner Staatsanwaltschaft Ecclestone als Zeugen aufrufen. Doch es könnte ihm auch Schlimmeres drohen. Denn erhärten sich die Vorwürfe gegen Ecclestone im Verfahren gegen Gribkowsky, könnte Ecclestone ebenfalls eine Verhaftung drohen. Die «Bild» vermutet sogar, dass Ecclestone beim anstehenden Grand Prix von Deutschland auf dem Nürburgring verhaftet werden könnte.

Das Vorgehen der Staatsanwaltschaft gegen Ecclestone ist aber noch offen, und der Formel-1-Chef kann darauf hoffen, dass er bei einer weitreichenden Zeugenaussage auf Entgegenkommen der deutschen Justiz hoffen kann. Diese wollte sich zu diesem Fall aber bisher nicht äussern.

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