Weltmeister Marquez kugelt sich beim Jubeln Schulter aus

Der Spanier holt sich den WM-Titel in der Königsklasse zum dritten Mal in Folge. Beim Feiern kam es zu einem Zwischenfall.

Hier kugelt sich Marquez die Schulter aus. Video: BT Sport.

Beim Feiern seines fünften MotoGP-WM-Titels in Motegi hat sich der Spanier Marc Marquez die Schulter ausgekugelt. Das Missgeschick passierte, als der Brite Scott Redding dem 25-jährigen Katalanen auf die Schulter klopfte, um ihm zum Titel zu gratulieren. «Die Schulter ist einfach herausgesprungen. Mit dem Adrenalin hatte ich glücklicherweise keine Schmerzen, aber heute Abend werde ich wohl auf der Tanzfläche etwas aufpassen müssen», scherzte Marquez.

Marquez war zuvor mit dem 69. Grand-Prix-Sieg, dem dritten in Serie nach Aragonien und Thailand, gleich bei erster sich bietender Gelegenheit die Titelverteidigung gelungen. Für den 25-jährigen Honda-Werkfahrer aus Spanien ist es bereits der siebte WM-Titel, der fünfte in der Königsklasse nach 2013, 2014, 2016 und 2017.

Andrea Dovizioso, Marquez' letzter verbliebener Konkurrent, stürzte im Grand Prix von Japan in der zweitletzten Runde an zweiter Stelle hinter dem Katalanen liegend. Zuvor hatte der Italiener fast während des ganzen Rennens geführt. Vor den letzten drei Grands Prix der Saison liegt Marquez mit 102 Punkten Vorsprung uneinholbar vor Ducati-Werkfahrer Dovizioso in Führung (296:194).

Lüthi ohne Chance, Aegerter mit zwei Punkten

Lüthi nahm in Motegi den 15. Anlauf, um in der Königsklasse die ersten WM-Punkte zu gewinnen, und zum 15. Mal verpasste er den Vorstoss in die Top 15. Der von Position 23 gestartete Emmentaler belegte mit grossem Rückstand nur den 20. Rang und hat nur noch drei Chancen, die erste punktelose Saison seiner Karriere zu verhindern. Die verbliebenen drei Grands Prix finden in Australien (28. Oktober), Malaysia (4. November) und Valencia (18. November) statt.

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Hingegen punktete Dominique Aegerter in Japan nach zuvor zwei Rennen ausserhalb der Top 15 wieder einmal. Der von Position 17 gestartete Berner klassierte sich im Moto2-Rennen als 14. Er verlor auf die Spitze gut 20 Sekunden. Zu der im Idealfall erhofften Top-10-Klassierung fehlten dem Oberaargauer KTM-Fahrer, der nach wie vor nicht weiss, in welcher Klasse und für welches Team er 2019 Rennen bestreiten wird, weniger als fünf Sekunden.

Jesko Raffin (Kalex) verpasste die Punkteränge deutlich. Der Zürcher Moto2-Europameister wurde 21., mit mehr als zehn Sekunden Rückstand auf den im 15. Rang klassierten Italiener Mattia Pasini.

Quartararos zweiter GP-Sieg

Der Sieg im viertletzten Saisonrennen ging an Fabio Quartararo (Speed Up). Hinter dem Franzosen, der zum zweiten Mal einen Grand Prix gewann, reihte sich mit weniger als einer halben Sekunde Rückstand Francesco Bagnaia (Kalex) ein. Der Italiener baute mit seinem elften Podestplatz des Jahres auch seine WM-Führung weiter aus.

Bagnaias Vorsprung auf den in Motegi viertklassierten Portugiesen Miguel Oliveira (KTM) beträgt nun 35 Punkte (279:244). Aegerter verbesserte sich mit nun 29 Zählern um eine Position auf den 17. Platz. Raffin ist mit dem einen in San Marino gewonnenen Punkt 31.

In der Moto3-Kategorie ging der Sieg in Japan an Marco Bezzecchi (KTM). Dank den 25 Punkten schloss der Italiener in der WM-Wertung bis auf einen Zähler zu Honda-Fahrer Jorge Martin auf (203:204). Der Spanier schied in Motegi aus.

sda

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