Vettel dominiert die Trainings

Psychologischer Vorteil für Sebastian Vettel im Titelkampf: Der Deutsche fuhr im Freitagstraining auf der neuen Formel-1-Strecke in Austin zweimal die beste Rundenzeit.

Konnte zweimal überzeugen: Sebasian Vettel.

Konnte zweimal überzeugen: Sebasian Vettel.

(Bild: Keystone)

Nach fünf Jahren Unterbruch heulten in den USA wieder die Formel-1-Motoren auf. In der texanischen Hauptstadt Austin machten die 24 Fahrer der Königsklasse erstmals Bekanntschaft mit dem neuen «Circuit of the Americas», der sich wie erwartet als ziemlich anspruchsvoll erwies. Für ein Freitagstraining herrschte ein ungewöhnlich reger Fahrbetrieb. Dies erstaunte jedoch nicht, ging es den Fahrern doch darum, sich möglichst rasch an die neue Strecke zu gewöhnen.

Am besten zurecht kam Sebastian Vettel im Red Bull-Renault, obschon er in den zweiten 90 Minuten wegen eines kleinen Lochs im Wassersystem unfreiwillig beinahe eine Stunde pausieren musste. Der 25-jährige Deutsche stellte in beiden Sessions die klar beste Zeit auf und schien sich auf dem neuen Rundkurs bereits äusserst wohl zu fühlen. In der ersten Trainingseinheit nahm er dem zweitplatzierten Lewis Hamilton auf dem noch teilweise rutschigen Circuit 1,418 Sekunden ab. In der aussagekräftigeren zweiten Übungseinheit war er 0,757 Sekunden schneller als Teamkollege Mark Webber. «Wir können ganz zufrieden sein. Ich habe mich schon im ersten freien Training wohlgefühlt, das Auto scheint zur Strecke zu passen», sagte Vettel.

Fernando Alonso, der zwei Grands Prix vor Saisonende im WM-Titelkampf zehn Punkte Rückstand auf den Deutschen aufweist, wurde zweimal Dritter. Einen guten Eindruck vorab bei den Longruns hinterliess vor allem Hamilton.

Gut zurecht kam auch Kamui Kobayashi im Sauber. Der Japaner schien in den Zeitentabellen als Achter und Neunter auf. Zweimal langsamer als sein Teamkollege war Sergio Pérez, für den die Ränge 10 und 14 resultierten. Am Ende des ersten freien Trainings blockierte Pérez den Deutschen Timo Glock im Marussia. Der 22-jährige Mittelamerikaner wurde wegen dieses Vorfalls später von den Rennkommissären verwarnt und muss nun aufpassen. Es war nämlich bereits seine zweite Verwarnung in dieser Saison. Bei einer dritten müsste Pérez eine Rückversetzung in der Startaufstellung hinnehmen.

Ecclestone erfreut

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone zeigte sich mit der Arbeit der Organisatoren in Austin sehr zufrieden. «Die Strecke ist absolut fantastisch. Alles, was sie getan haben, ist unglaublich. Sie haben alles umgesetzt, worum wir gebeten haben. Ich hätte mir nichts Besseres wünschen können.» Glücklich ist Ecclestone auch über den Umstand, dass die Formel 1 und die USA wieder zusammengefunden haben. «Amerika kann vielleicht ohne die Formel 1 bestehen und die Formel 1 ohne Amerika, aber es ist schön, wieder hier zu sein», erklärte er.

si

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