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Verstappen wirft Ferrari Betrug vor, auch Hamilton zweifelt

Hat Ferrari beim Motor getrickst? Für den Red-Bull-Piloten ist der Fall klar, und ein ominöses Stück Papier spricht ebenfalls dafür.

Hat Ferrari etwa geschummelt? Ja, findet Max Verstappen. Der Niederländer ist nicht überrascht ob der schwachen Leistung der Italiener in Texas und wirft dem Team von Sebastian Vettel Betrug in den vorigen Rennen vor.
Hat Ferrari etwa geschummelt? Ja, findet Max Verstappen. Der Niederländer ist nicht überrascht ob der schwachen Leistung der Italiener in Texas und wirft dem Team von Sebastian Vettel Betrug in den vorigen Rennen vor.
AP Photo/Darron Cummings
Sechsmal stand Ferrari seit der Sommerpause auf der Pole und holte in den Rennen darauf jedes Mal mehr als 25 WM-Punkte. Und dies nach einem schwachen Saisonstart. Verstappen spielte mit seinem Vorwurf auf Spekulationen an, dass Ferrari beim Einspritzen des Benzins in den Motor einen Trick verwendete und eine Lücke in den Regeln ausnutzte. Nach einer am 22. Oktober veröffentlichten Richtlinie sei dies nicht mehr möglich gewesen, was das schlechte Resultat Ferraris in Texas erkläre.
Sechsmal stand Ferrari seit der Sommerpause auf der Pole und holte in den Rennen darauf jedes Mal mehr als 25 WM-Punkte. Und dies nach einem schwachen Saisonstart. Verstappen spielte mit seinem Vorwurf auf Spekulationen an, dass Ferrari beim Einspritzen des Benzins in den Motor einen Trick verwendete und eine Lücke in den Regeln ausnutzte. Nach einer am 22. Oktober veröffentlichten Richtlinie sei dies nicht mehr möglich gewesen, was das schlechte Resultat Ferraris in Texas erkläre.
EPA/Mark Ralston
Wolffs Pendant bei Ferrari reagierte derweil bereits auf die Vorwürfe. Die Kommentare seien enttäuschend, sagt Mattia Binotto und verweist darauf, dass man auch in Texas, also ohne tonnenweise Power, wie es Hamilton ausdrückt, nahe an der Pole-Position war.
Wolffs Pendant bei Ferrari reagierte derweil bereits auf die Vorwürfe. Die Kommentare seien enttäuschend, sagt Mattia Binotto und verweist darauf, dass man auch in Texas, also ohne tonnenweise Power, wie es Hamilton ausdrückt, nahe an der Pole-Position war.
EPA/Daniel Dal Zennaro
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Ferrari in der Bredouille: Der Rennstall muss sich gegen Betrugsvorwürfe der Konkurrenz wehren. «Ich habe diese Kommentare gehört. Sie sind sehr enttäuschend», sagte Teamchef Mattia Binotto nach dem Grossen Preis der USA am Sonntag im texanischen Austin: «Diese Kommentare sind völlig falsch, sie sind nicht gut für den Sport, und jeder sollte etwas vorsichtiger sein.»

Red-Bull-Fahrer Max Verstappen hatte die Scuderia in einem Interview des niederländischen TV-Senders Ziggo nach dem Rennen attackiert und gesagt: «Das bekommst du, wenn du aufhören musst zu schummeln.» Damit spielte der 22-Jährige auf Spekulationen an, dass beim Ferrari-Motor getrickst und immer dann Benzin eingespritzt wurde, wenn der Benzinflussmengen-Sensor nicht mass, was gegen die Regeln verstösst.

Nach Ferraris Leistung in Texas gefragt, sagte Verstappen an der Pressekonferenz nach dem Rennen: «Ich bin nicht überrascht nach dem, was herausgekommen ist. Das erklärt alles.»

Das ominöse Stück Papier

Was er damit meine, wollte Sitznachbar Valtteri Bottas von Mercedes wissen. «Das Stück Papier», antwortete Verstappen. Und Bottas: «Das habe ich nicht gesehen.» Was Verstappen genau meint: Am 22. Oktober hat die FIA, der internationale Automobil-Verband, eine Richtlinie veröffentlicht. Verstappen vermutet, dass die Italiener durch diese gezwungen wurden, mit dem Tricksen aufzuhören. Binotto bestritt einen Vorgang, der der Scuderia zu mehr Motorenleistung verholfen haben soll.

Im Fahrerlager aber fiel auf, dass die Ferrari-Boliden in Texas im Gegensatz zu den Vorwochen auf den Geraden langsamer unterwegs waren. «Wir haben uns die Daten angesehen. Ihre Höchstgeschwindigkeit sieht ganz anders aus als bei den letzten Rennen», sagte auch Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. Woran das wirklich liege, könne er aber nicht konkret sagen. Weltmeister Lewis Hamilton sagte: «Sie hatten wie aus dem Nichts plötzlich tonnenweise Power. Wann immer sie mehr Power brauchten, schienen sie noch mehr zu haben. Dieses Wochenende war es definitiv anders. Davor haben wir alleine auf den Geraden sieben Zehntel verloren.»

Binotto wollte von fehlender Geschwindigkeit nichts wissen. Vor dem Rennen in Austin sei technisch auch nichts an den Motoren verändert worden. «Wir waren am Samstag nah dran an der Pole-Position. Unsere Leistung hat gezeigt, dass wir weiterhin schnell sind», sagte der Italiener. Charles Leclerc konnte im Qualifying als Fünfter aber nicht mit der Spitze mithalten, das Rennen beendete er als Vierter. Vettel schied aufgrund eines Defekts früh aus.

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