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Sauber muss mit Frust in die Sommerpause

Der Grand Prix von Ungarn brachte für das Schweizer Formel-1-Team trotz Sergio Perez' 10. Rang im Qualifying statt WM-Punkten nur Ernüchterung.

Nachdenklich: Sergio Perez (l.) und Kamui Kobayashi.
Nachdenklich: Sergio Perez (l.) und Kamui Kobayashi.
Keystone

«Es ist enttäuschend, dass wir keine Punkte geholt haben. Es sah lange so aus, aber dann ging es doch noch schief. Wir haben einfach zu lange mit dem Wechsel auf frische Slicks gewartet», resümierte Kamui Kobayashi, der sich vom 13. Startplatz zwischenzeitlich auf Position 7 verbessert hatte. «Ich konnte meine Position mit diesen abgefahrenen superweichen Reifen nicht mehr verteidigen, und nach dem unvermeidbaren dritten Boxenstopp lag ich dann haarscharf ausserhalb der Punkte.» Immerhin kann sich Kobayashi damit trösten, dass er seinem Ruf als Überholkünstler einmal mehr alle Ehre machen konnte.

Ähnlich zerknirscht wie der Japaner war sein mexikanischer Teamkollege Sergio Perez, der mit dem Sprung in die dritte Phase des Qualifyings grosse Hoffnungen geweckt hatte: «Ich bin tief enttäuscht. Mein Rennen ging schon gleich nach dem Start den Bach runter. Ich hatte null Haftung, bin von der Strecke abgekommen und habe viele Positionen verloren.» Perez, der schliesslich Fünfzehnter wurde, erklärte, er sei noch langsamer gewesen als die Fahrer der neuen Teams HRT, Lotus und Virigin. «Ich hoffe, wir finden einen Grund, warum das so extrem war.»

Key ohne Erklärung für Perez-Fiasko

Sauber-Technikchef James Key hatte für das Perez-Fiasko auch keine Erklärung parat. Er äusserte sich lediglich zur falschen Strategie bei Kobayashi: «Bei seinem ersten Boxenstopp wechselten wir bei ihm auf die weichen Reifen, die aber leider nicht so lange hielten, wie wir gehofft hatten. Nach seinem zweiten Stopp steckte er im Verkehr fest, und eine Position verlor er zusätzlich wegen eines Problems bei seinem Stopp. Leider musste er kurz vor Schluss nochmals an die Boxen.»

Die Sauber-Crew hat nun knapp vier Wochen Zeit, um den Problemen auf den Grund zu gehen. Am 28. August endet mit dem Grand Prix von Belgien in Spa die rennfreie Zeit. Der Waadtländer Sébastien Buemi wird die Pause im Gegensatz zu Sauber geniessen können. Er fuhr in Ungarn von Position 23 los und holte als Achter vier WM-Punkte. Diese sind nicht nur für sein Team Toro Rosso Gold wert, sondern auch für seine weiteren Karrierechancen. Toro Rosso ist das B-Team von Red Bull, wer dort aussergewöhnliche Leistungen zeigt, besitzt gute Chancen, wie einst Sebastian Vettel ins A-Team aufzurücken.

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