Räikkönen triumphiert – Vettel bleibt Leader

Kimi Räikkönen feiert in Abu Dhabi den ersten Sieg nach seinem Comeback. Sebastian Vettel kann derweil mit einer Aufholjagd seine WM-Führung verteidigen.

Waren heute erfolgreich: Fernando Alonso, Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel (v. l.).

Waren heute erfolgreich: Fernando Alonso, Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel (v. l.).

(Bild: Keystone)

Am 30. August 2009 wars gewesen, als Kimi Räikkönen letztmals nach einem Grand Prix ganz oben gestanden hatte. Als Ferrari-Fahrer hatte der Finne in Belgien triumphiert. Insgesamt feierte Räikkönen seinen 19. Sieg in der Formel 1, den ersten seit seinem Comeback auf diese Saison hin. Der frühere Sauber-Fahrer profitierte dabei auch vom Pech von Lewis Hamilton. Für den Engländer kam das Aus in der 20. der 55 Runden. Hamilton, der das Wochenende zuvor fast nach Belieben dominiert und auch das Rennen souverän angeführt hatte, musste den McLaren ausrollen lassen.

Fernando Alonso wurde Zweiter, vermochte seinen Rückstand auf Sebastian Vettel in der WM-Gesamtwertung aber nicht in erhofftem Masse zu reduzieren. Der Deutsche belegte – trotz des Handicaps, aus der Boxengasse gestartet zu sein – vor Jenson Button Platz drei, womit sich seine Marge auf Alonso nur um drei Zähler auf zehn Punkte reduzierte. Vettel war nach dem Qualifying von den Stewards wegen zu geringer Benzinmenge auf den letzten Startplatz zurückversetzt worden. Der Weltmeister hatte sich nach wenigen Runden bis auf Platz 12 vorgekämpft und danach von einer ersten Safety-Car-Phase profitiert, in der das gesamte Feld wieder zusammengerückt war. Eine Kollision zwischen Nico Rosberg im Mercedes und Narain Karthikeyan im HRT hatte für die Neutralisation des Rennens gesorgt. Nach der Wiederfreigabe war aber Vettel zu einem ersten, ausserplanmässigen Zwischenhalt gezwungen, um sich nach einer Berührung mit dem Williams mit Bruno Senna einen neuen Frontflügel abzuholen. Die Aufholjagd begann von neuem. Und dieses Mal liess sich Vettel auf dem Weg zu Rang drei durch nichts mehr aufhalten.

Sauber macht trotz durchzogener Leistung Punkte gut

Kamui Kobayashi verdiente sich die acht WM-Punkte durch eine fehlerfreie Fahrt redlich. Sechster war der Japaner im Grand Prix der Vereinigten Arabischen Emirate schon einmal geworden, nämlich 2009 in einem Toyota als Ersatzfahrer für den verletzten Timo Glock in seinem erst zweiten Formel-1-Rennen. Ob der erneut gelungene Auftritt in Abu Dhabi reichen wird, um auch im nächsten Jahr für Sauber fahren zu können, muss gleichwohl bezweifelt werden. Dank Kobayashi machte Sauber auch acht Punkte in der Konstrukteurswertung auf Mercedes und Platz fünf gut und liegt noch zwölf Punkte zurück. Die englisch-deutsche Equipe ging nach Platz elf von Michael Schumacher und dem Ausfall von Nico Rosberg zum vierten Mal in Folge leer aus.

Sergio Pérez beraubte sich seiner Chancen auf ein zählbares Ergebnis mit einer unüberlegten Aktion ein weiteres Mal selber. Der Mexikaner war im Kampf um Platz sechs mit Romain Grosjean ins Gehege gekommen und musste dafür als Schuldiger seine Fahrt mit einem zehn Sekunden dauernden Zwischenhalt in der Box unterbrechen, und fiel dadurch zurück.

si

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