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Nullnummer für Lüthi in Brünn

Sowohl in der Viertelliter-Klasse (Lüthi) als auch in der Achtelliter-Klasse (Aegerter, Krummenacher und Chesaux) konnten die Schweizer nicht überzeugen.

Erstmals seit über dreieinhalb Monaten musste Tom Lüthi einen Grand Prix ohne WM-Punkte beenden. Der 21-jährige Berner stürzte in Brünn (Tsch) bereits in der 4. von 20 Rennrunden. Zu diesem Zeitpunkt lag der Schweizer an zweiter Stelle. Dabei hatte der Grand Prix, der nach den verregneten Qualifyings bei Sonnenschein absolviert werden konnte, so gut begonnen. Lüthi legte wie schon so oft einen grandiosen Start hin, rückte von Platz 5 auf 2 vor und übernahm sogar kurzzeitig die Führung. Nur eine Runde später setzten sich Pole-Position-Mann Marco Simoncelli (It) und Lüthi leicht von der Konkurrenz ab. Kurz vor dem Sturz des Emmentalers betrug der Vorsprung des Duos eine knappe Sekunde.

Vorderrad rutschte weg

Das Missgeschick unterlief Lüthi zu Beginn der 4. Runde: «Beim Anbremsen rutschte mein Vorderrad leicht weg. Ich musste korrigieren und geriet dabei an den Streckenrand, auf die sogenannten Curbs. An der Kante hat es mir das Hinterrad verschlagen und ich bin ins Kies gestürzt. Ich konnte gar nichts mehr machen», bedauerte Lüthi. Er habe das Rennen danach aus der Box verfolgt und musste feststellen, dass er in der Spitzengruppe durchaus hätte mithalten können: «Im Nachhinein ist es doppelt schade, dass ich gestürzt bin.» Einen spanischen Doppelsieg feierten Alex Debon (zweiter Saisonsieg) und Alvaro Bautista, die Simoncelli in der letzten Runde noch überholten.

Lüthi hatte letztmals am 4. Mai in Schanghai einen Grand Prix nicht beendet. Seitdem war er sechsmal in Folge in die Punkte gefahren -- zweimal davon aufs Podest (3. in Mugello/2. in Assen). Im «Automotodromo Brno» war Lüthi seit seinem Karriere-Debüt nur einmal (2003) nicht ins Ziel gekommen. Trotz des unbefriedigenden Rennverlaufs konnte der Schweizer dem Wochenende etwas Positives abgewinnen: «Nach dem Monat WM-Pause habe ich meinen Rhythmus schnell wieder gefunden.» Heute (Montag) testet Lüthi in Brünn noch Reifen, bevor er bereits in zwei Wochen beim GP von San Marino in Misano am Start stehen wird.

Einzige Schweizer WM-Punkte durch Aegerter

Als bester Schweizer beendete Dominique Aegerter das Rennen der Achtelliter-Klasse auf Platz 14. Der 17-jährige Oberaargauer, der von Position 24 gestartet war, sicherte sich damit zwei WM-Punkte. Weit an den Punkterängen fuhren Randy Krummenacher (23.) und Bastien Chesaux (28.) vorbei.

Während Aegerter sich über seine Punkte-Ausbeute freute, war Krummenacher nach einem weiteren verpatzten Rennen völlig ratlos. «Es ist für mich nicht nachvollziehbar, was heute passiert ist», so der ambitionierte Zürcher Oberländer, der nach elf Saisonrennen lediglich 10 Punkte auf dem Konto hat. Er müsse in den kommenden zwei Wochen bis Misano den Kopf frei bekommen, um sich voll aufs Motorradfahren konzentrieren zu können.

Der Deutsche Stefan Bradl feierte den ersten Sieg seiner Karriere. Er setzte sich vor Mike Di Meglio (Fr) und Joan Olive (Sp) durch. Der 19-jährige Bradl sorgte für den ersten deutschen Sieg in der Achtelliter-Klasse seit Steve Jenkner im Juni 2003 in Assen.

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