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Noch 13 Punkte für ein Sauber-Halleluja

Der 6. Platz von Kamui Kobayashi am GP der Vereinigten Arabischen Emirate zeigt: Der Kampf gegen Mercedes um den 5. WM-Rang ist für Sauber noch lange nicht verloren.

ak
Retter in der Not: Kamui Kobayashis 6. Rang hält die Sauber-Hoffnungen am Leben.
Retter in der Not: Kamui Kobayashis 6. Rang hält die Sauber-Hoffnungen am Leben.
Reuters

Das Schweizer Sauber-Team hat die Marschtabelle Richtung Traumziel in Abu Dhabi eingehalten. Im drittletzten Saisonrennen verkleinerten die Hinwiler ihren Rückstand gegenüber dem WM-Fünften Mercedes von 20 auf 12 Zähler – dank des 6. Rangs von Kamui Kobayashi, der trotzdem um einen neuen Vertrag bangen muss. «Ich freue mich sehr über diese Punkte, weil sie für unsere Position in der Konstrukteurs-WM so wertvoll sind. Sie erlauben uns, weiter um eine bessere Position zu kämpfen. Kamui hat eine fantastische Leistung abgeliefert, obwohl an seinem Auto nicht alles in Ordnung war», sagte Teamchefin Monisha Kaltenborn. Am 18. November in Austin beim GP der USA und am 25. November beim Saisonfinale in São Paulo muss Sauber nun noch 13 Punkte auf Mercedes gutmachen, um zu zusätzlichen 8 Millionen Prämie zu kommen. Die Silberpfeile würden bei Punktgleichheit das bessere Ende für sich behalten, da sie Nico Rosbergs Sieg in China vorweisen können.

«Das war ein hartes Rennen, und ich freue mich sehr, dass ich diese acht Punkte für das Team holen konnte. Es wird sehr spannend, in den verbleibenden zwei Rennen noch um WM-Platz 5 zu kämpfen», gab Kobayashi zu Protokoll. «Leider konnte ich nicht das ganze Potenzial des Autos nutzen. Wir hatten ein Problem mit dem Runterschalten. Deshalb konnte das KERS nicht richtig laden, und ich hatte keinen vollen Boost zur Verfügung. Abgesehen davon lief mein Rennen aber gut. Ich hatte einen guten Start, und das Team hat bezüglich Strategie und Boxenstopp tolle Arbeit geleistet.»

Saubers Pech war, dass Sergio Pérez wegen einer Kollision mit dem Lotus-Piloten Romain Grosjean auf Platz 7 liegend an die Box musste und eine 10-Sekunden-Stop-and-go-Strafe kassierte, weshalb er letztlich nur Fünfzehnter wurde. «Es sah wirklich gut aus für uns. Ich hatte sogar das Gefühl, wir könnten es aufs Podium schaffen. Aber dann steckte ich nach meinem Boxenstopp hinter Grosjean und Di Resta fest», schilderte Pérez. «Ich kam nicht vorbei, weil mein Auto auf den Geraden einfach nicht schnell genug war. Ich musste einiges riskieren, um doch zu überholen. Dabei bin ich leider mit dem Lotus zusammengestossen, und mein Rennen war gelaufen.» Teamchefin Kaltenborn bezeichnete die Situation als «sehr unglücklich». Einige neutrale Beobachter sahen die Schuld für den Crash nicht bei Pérez, sondern bei Grosjean, der in dieser Saison schon mehrfach unangenehm aufgefallen war – unter anderem in Spa-Francorchamps bei seinem Flug über Fernando Alonsos Ferrari.

Die Tendenz von Sauber zeigt trotz der Schwierigkeiten wieder nach oben, während der direkte Konkurrent Mercedes mit Rosberg und dem baldigen Formel-1-Rentner Michael Schumacher keinen Fuss mehr vor den anderen bekommt. Sauber gewann in den letzten sechs Rennen 44 Punkte, die zuletzt viermal in Folge komplett erfolglosen Silberpfeile nur deren 24.

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