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Lauda «auf dem Weg der Besserung»

Österreichs Formel-1-Legende Niki Lauda macht nach der Lungentransplantation Fortschritte, bestätigen die behandelnden Ärzte.

Diese Nachricht wird nicht nur Motorsport-Fans freuen. Der dreifache Formel-1-Weltmeister Niki Lauda befindet sich laut dem Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Wien (AKH) «auf dem Weg der Besserung». «Das AKH Wien und die MedUni Wien freuen sich, über den sehr zufriedenstellenden Verlauf nach der Lungentransplantation am 2. August informieren zu können. Bereits 24 Stunden nach der Operation war Niki Lauda bei vollem Bewusstsein», liess das Spital verlauten.

Lauda hatte am Donnerstag eine neue Lunge erhalten. Bereits am Freitag konnte er «extubiert werden und selbstständig atmen. Seither kam es zu einer kontinuierlichen Verbesserung, alle Organe funktionieren gut», hiess es in der Mitteilung weiter. Der 69-jährige Patient werde bis zur vollständigen Genesung im AKH Wien weiter betreut.

Die Lunge versagte

Zuvor hatte die Zeitung «Österreich», deren Herausgeber ein enger Freund Laudas ist, geschildert, wie prekär Laudas Situation vor dem Eingriff gewesen war. Begonnen hatte alles mit einer Sommergrippe während seiner Ferien auf Ibiza. Daraus wurde eine Lungenentzündung. Lauda, so wird es in diversen Medien erzählt, soll selbst mit dem Privatjet nach Wien geflogen sein, wo er seit dem 20. Juli im Spital liegt.

Nachdem es ihm zunächst besser gegangen war, verschlechterte sich sein Zustand am vergangenen Mittwoch abrupt. Die Lunge versagte, der ehemalige Rennfahrer wurde während einer Woche von einer Herz-Lungen-Maschine am Leben erhalten. Dabei war er stets bei vollem Bewusstsein.

Die Ärzte gaben ihm noch drei bis sieben Tage. Walter Klepetko, der zuständige Arzt und Leiter der Abteilung für Thoraxchirurgie, sprach am Sonntag von einem «extrem kritischen Zustand», der eine rasche Durchführung der Transplantation zur Folge hatte.

Folgen seines Unfalls

Die Lunge Laudas ist nach dem verheerenden Rennunfall 1976 auf dem Nürburgring stark beeinträchtigt. Der Österreicher gilt aufgrund seiner Vorgeschichte als Risikopatient und wurde mit der höchsten Dringlichkeit behandelt. Der 69-Jährige musste sich in diesem Jahr bereits einer Herzoperation unterziehen. Zudem wurden bei Lauda zu einem früheren Zeitpunkt zwei Nierentransplantationen durchgeführt, ebenfalls Spätfolgen seines Unfalls.

In einer internationalen Datenbank wurde fieberhaft (höchste Dringlichkeitsstufe) nach einer geeigneten Lunge gesucht. Diese wurde am späten Mittwoch in Deutschland gefunden und noch in der Nacht nach Österreich geflogen worden. Am Donnerstag wurde sie ihm transplantiert.

Ryanair-Boss reist vergebens an

Die Rennen in Hockenheim und Ungarn hatte der Aufsichtsratsvorsitzende des Weltmeisterteams Mercedes verpasst. Lauda gab an, eine Grippe auszukurieren. Trotz der schweren Erkrankung arbeitete die Formel-1-Legende unermüdlich weiter, auch von der Intensivstation aus. Laudas Ziel: Er wollte Ryanair seine verbleibenden 25 Prozent an der nach ihm benannten Airline Laudamotion verkaufen.

Der irische Billigflug-Riese war zunächst mit 25 Prozent eingestiegen und ist mittlerweile mit 75 Prozent beteiligt. Obwohl er in Lebensgefahr schwebte, führte er die Verhandlungen fort. Ryanair-Chef Michael O'Leary sei deshalb am letzten Dienstag nach Wien gereist, wurde aber nicht zu Lauda gelassen. Die beiden hätten telefoniert, sind dabei aber zu keinem Ergebnis mehr gekommen. Gemäss «Österreich» musste Lauda die Gespräche abbrechen, weil er nicht mehr ansprechbar war.

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