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«Ruhe in Frieden, Nicky»

Der frühere MotoGP-Weltmeister Nicky Hayden ist tot. Der Amerikaner ist den Folgen seines Velounfalls vor fünf Tagen erlegen.

Den Überlebenskampf verloren: Die Motorsport-Welt trauert um Nicky Hayden. (Archiv)
Den Überlebenskampf verloren: Die Motorsport-Welt trauert um Nicky Hayden. (Archiv)
Keystone
Den grössten Triumph feideret der Amerikaner mit dem Titelgewinn in der Königsklasse. (29. Oktober 2006)
Den grössten Triumph feideret der Amerikaner mit dem Titelgewinn in der Königsklasse. (29. Oktober 2006)
Bernat Armangue, Keystone
Hayden, der auch «Kentucky Kid» genannt wurde, war bei den Fans recht beliebt. Sein Tod ist ein herber Verlust für den Motorradsport.
Hayden, der auch «Kentucky Kid» genannt wurde, war bei den Fans recht beliebt. Sein Tod ist ein herber Verlust für den Motorradsport.
Claudio Onorati, Keystone
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Die Welt des Motorsports erleidet einen herben Verlust. Am späten Montagnachmittag verloren die betreuenden Ärzte im Maurizio-Bufalini-Spital von Cesena den Kampf um das Leben des Weltklasse-Motorradrennfahrers, der erst in seinem 36. Lebensjahr stand. Der Tod des Sportlers wurde von der Leitung des italienischen Spitals bekanntgegeben.

Hayden erlag den Folgen des Unfalls, bei dem er am vergangenen Mittwoch auf dem Fahrrad mit einem Auto zusammengestossen war. In den letzten Tagen wurden die Überlebenschancen immer geringer, zumal sich Hayden bei der frontalen Kollision schwere Verletzungen und multiple Hirntraumata zugezogen hatte.

Der grösste Triumph vor neun Jahren

Haydens grösster Erfolg war der Gewinn des Weltmeistertitels in der wichtigsten Klasse, dem MotoGP, im Jahre 2006. Damals setzte er sich knapp vor dem italienischen Superstar Valentino Rossi durch. Hayden brachte es in seiner Karriere zwischen 2003 und 2016 auf drei Rennsiege und 28 Podestplätze. Vergangenes Jahr wechselte er in die Superbike-WM.

Die Staatsanwaltschaft von Rimini prüft gemäss Medienberichten den Unfallhergang. Gemäss einer Videoaufnahme mit dem Unfall soll der Amerikaner ein Stoppschild missachtet haben. Jetzt wird auch untersucht, ob der 30-jährige Peugeot-Lenker mit überhöhter Geschwindigkeit fuhr. «Bisher wurden keine Massnahmen gegen Haydens Unfallgegner eingeleitet, der negativ auf Alkohol getestet wurde», schreibtfocus.de. Der fatale Velounfall ereignete sich an der Adria-Küste bei Rimini nach einem Motorradrennen auf dem nahen Rundkurs von Imola.

Grosse Bestürzung in der Szene

Die Reaktionen der Motorsportkollegen liessen nach der Nachricht vom Tod des Fahrers aus Owensboro im US-Bundesstaat Kentucky – er wurde auch Kentucky Kid genannt – nicht lange auf sich warten. «Nach dieser Nachricht bin ich niedergeschlagen», schrieb der dreifache MotoGP-Weltmeister Marc Marquez aus Spanien. «Wir werden dich nie vergessen.» Marquez' Landsmann Dani Pedrosa, ebenfalls ein Fahrer aus der Königsklasse, twitterte: «Du bist immer in meinem Herzen, Champion. Ruhe in Frieden, Nicky.»

Das Team Honda, dem Hayden angehört hatte, drückte seine Betroffenheit ebenso aus wie die Organisation MotoGP, die verlauten liess: «Ein wahrer Champion auf und abseits der Strecke, Hayden wird zutiefst vermisst werden.»

Verschiedene Familienmitglieder waren nach dem Unfall nach Italien geflogen, unter ihnen Haydens Mutter und der Bruder. Als Hayden kurz nach 18 Uhr starb, waren die Verlobte Jackie, Mutter Rose und Bruder Tommy bei ihm.

SDA/fal

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