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Neue Partner für Sauber

Der Schweizer Rennstall hat neue Geldgeber gefunden. Sauber geht eine Partnerschaft mit drei russischen Organisationen ein.

Mit den Millionen aus Russland könnte der Rennstall von Peter Sauber weiterbetrieben werden: Rennwagen im Windkanal in Hinwil.
Mit den Millionen aus Russland könnte der Rennstall von Peter Sauber weiterbetrieben werden: Rennwagen im Windkanal in Hinwil.
Keystone
Rubel rettet Sauber: Zu den russischen Investoren gehört der Investment Cooperation International Fonds. Er hat seinen Hauptsitz im World Trade Center in Moskau.
Rubel rettet Sauber: Zu den russischen Investoren gehört der Investment Cooperation International Fonds. Er hat seinen Hauptsitz im World Trade Center in Moskau.
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Technik entscheidet über den Erfolg: Ein 60-Prozent-Modell im Sauber-Windkanal in Hinwil. (undatierte Aufnahme)
Technik entscheidet über den Erfolg: Ein 60-Prozent-Modell im Sauber-Windkanal in Hinwil. (undatierte Aufnahme)
Keystone
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Die Leidenszeit hat bei Sauber offenbar ein glückliches Ende gefunden – die finanzielle Rettung kommt aus Russland. Das Formel-1-Team aus Hinwil geht ab sofort eine Partnerschaft mit drei Organisatoren ein. «Im Frühjahr haben wir mit sehr konkreten Gesprächen begonnen. Es ist ein sehr komplexer Deal», sagt Sauber-CEO Monisha Kaltenborn im Interview mit Motorsport-total.com.

Die Namen der Investoren versprechen eine rosige Zukunft: Der Investment Cooperation International Fund, der Staatliche Fonds zur Entwicklung der Nord-Westlichen Russischen Föderation und das Nationale Institut für Luftfahrt und Technologie bestätigen eine langfristige Zusammenarbeit. Kaltenborn will die Hintergründe des Deals nicht weiter erklären, sagt aber: «Angesichts der Komplexität sind wir doch schnell vorangekommen. Eine grosse Herausforderung und Ehre.»

«Das Team ist nicht verkauft worden»

Über die Höhe des eingeschossenen Millionenbetrages hüllt sich die Teamleitung in Schweigen. Klar und vor allem wichtig ist einzig, dass dem Team Sauber nunmehr wieder genug Geld zur Verfügung steht, um den Rennsport wieder den eigenen Vorstellungen entsprechend betreiben und mit Zuversicht in die sportliche Zukunft blicken zu können.

Die Kooperation aller vier Partner umfasst die Förderung des Formel-1-Sports in Russland und die gemeinsame Entwicklung hochtechnologischer Lösungen. Das Sauber-Team werde vom Wissen der Forscher und Ingenieure des Nationalen Instituts für Luftfahrt und Technologie profitieren, gibt Sauber bekannt. Dass der Schweizer Rennstall zu einem russischen Spielzeug wird, ist gemäss Kaltenborn nicht zu befürchten. «Das Team ist nicht verkauft worden. Wir stehen am Anfang einer umfassenden und langfristigen Partnerschaft.»

Russischer Fahrer ist gesetzt

Der neue Geldgeber ist eines der führenden wissenschaftlichen Forschungsinstitute in Russland. «Das Ziel der Partnerschaft ist es, neue Perspektiven und Einnahmequellen durch Vermarktung gemeinsam entwickelter Technologien zu erschaffen.» Die Partnerschaft umfasst ferner Aktivitäten zur Förderung des 2014 erstmals zur Austragung gelangenden GP von Russland in Sotschi.

Und: Die «Förderung des Formel-1-Sports in Russland» zeitigt bereits in der kommenden Saison Auswirkungen in Bezug auf die Besetzung der Fahrerpaarung. Eines der beiden Cockpits wird ein russischer Nachwuchspilot namens Sergei Sirotkin besetzen.

si/sda/sr

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