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Lüthi erbt Rang 3

Der Kampf um den Sieg im GP von Argentinien wird ohne Beteiligung der Schweizer Moto-2-Piloten entschieden. Tom Lüthi jedoch stösst in der Schlussrunde unerwartet auf Rang 3 vor.

Hart am Limit: Tom Lüthi (vorne) kriegt die Kurve.
Hart am Limit: Tom Lüthi (vorne) kriegt die Kurve.
Keystone

Alex Marquez’ Pech ist Tom Lü­this Glück. Weil der jüngere Bruder von Moto-GP-Weltmeister Marc Marquez in der letzten Runde zu Fall kommt, erbt der Berner dessen Platz auf dem Podest. Als Sieger des Grand Prix von Argentinien wird Franco Morbidelli abgewinkt, der Italiener hat bereits zum Auftakt in Katar triumphiert.

Lüthi und Jesko Raffin standen in Termas de Rio Hondo in der Startaufstellung nebeneinander in der zweiten Reihe. Beiden gelang ein guter Start. So bogen Lüthi als Dritter und Raffin als Fünfter in die erste Kurve ein.

Danach trennten sich die Wege der Teamkollegen rasch, weil Raffin noch in der ersten Runde gleich sieben Positionen einbüsste. Lüthi verlor zwar ebenfalls schnell den Kontakt zum Führungsduo Morbidelli/Marquez, und er vermochte auch dem Portugiesen Miguel Oliveira nicht zu folgen. Doch der letztjährige WM-Zweite konnte zumindest den vierten Rang ohne Probleme halten.

So kam Lüthi völlig unerwartet zur 49. Podestplatzierung in seiner Karriere. Auf dem Circuit im Nordwesten Argentiniens hatte sich der 30-jährige Emmentaler zuvor nie besser als im sechsten Rang klassieren können (2015). «Ich hatte Glück, dass es doch noch zum Podest gereicht hat. Doch so ist halt der Rennsport.

Ich nehme die Punkte gern mit», sagte Lüthi, der während des ganzen Rennens mit (zu) viel Spin am Hinterrad zu kämpfen hatte. Deshalb habe er keine Chance gehabt, den Spitzenfahrern zu folgen. «Zunächst befürchtete ich gar, dass noch weitere Fahrer an mir vorbeiziehen würden.»

Aegerter chancenlos

Im WM-Klassement führt Morbidelli mit dem Maximum von 50 Punkten bereits deutlich vor dem Kalex-Markenkollegen Lüthi (36 Punkte). Der Berner hatte vor zwei Wochen beim Flutlichtrennen in Losail den zweiten Platz belegt. Dritter in der Gesamtwertung ist Oliveira (33), der für Neueinsteiger KTM bereits im zweiten Saisonrennen den ersten Podestplatz realisierte.

Raffin hielt sich nach erwähnten Positionsverlusten immerhin in der ein Dutzend Fahrer um­fassenden Verfolgergruppe, die um den fünften Rang kämpfte. Der 20-jährige Zürcher, der sich in vierzig Grands Prix erst einmal in den Top 10 zu klassieren vermochte, musste sich letztlich mit nur zwei Sekunden Rückstand auf den fünftklassierten Spanier Xavi Vierge mit Platz 13 begnügen.

Für Dominique Aegerter als Vierzehnten setzte es eine weitere Enttäuschung ab. Wie in Katar (11.) verpasste der 26-jährige Berner, welcher seit diesem Jahr auf einem Suter-Motorrad unterwegs ist, die angestrebte Top-10-Platzierung.

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