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Gute Laune bei Tom Lüthi

Nicht Tom Lüthi hat das Dutzend vollgemacht, sondern Alex Rins. Der Spanier feierte im Grand Prix von Frankreich in Le Mans seinen 12. Sieg.

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Perfekte Kurvenlage:Tom Lüthi zeigte im Grand Prix von Frankreich eine starke Leistung und fuhr aufs Podest.
Perfekte Kurvenlage:Tom Lüthi zeigte im Grand Prix von Frankreich eine starke Leistung und fuhr aufs Podest.
Keystone

Nachdem es dem 29-jährigen Tom Lüthi in den Trainings fast perfekt gelaufen war und er zum 9. Mal in seiner Karriere von der Poleposition losfahren konnte, hatte sich der 125er-Weltmeister von 2005 sicher etwas mehr ausgerechnet. «Klar hätte ich hier gerne zum vierten Mal gewonnen. Aber es wäre Schwachsinn, nach einem Podestplatz von einer Enttäuschung zu reden», erklärte der Berner, der noch während des Moto-GP-Rennens mit dem Auto die 700 km nach Hause unter die Räder nahm.

Die wertvolle Uhr, welche Lüthi am Samstag für ­seine Trainingsbestzeit erhalten hatte, schenkte er seinem neuen Chefmechaniker Gilles Bigot. Dieser wurde vor dem Start noch gefordert, weil plötzlich ein technisches Problem aufgetreten war. Nach einem elektronischen Reset gaben die Kommissäre aber grünes Licht für einen Start.

Und dieser gelang Lüthi perfekt. Er führte in den ersten 7 von 26 Runden, «in denen ich eigentlich ein Loch aufmachen wollte. Ich habe sehr viel investiert und dabei dem Vorderreifen etwas zu viel zugemutet.» Im Kampf mit dem später gestürzten Lorenzo Baldassarri verlor Lüthi den Anschluss an die beiden Spitzenfahrer und überquerte mit 4,6 Sekunden Rückstand die Ziellinie.

Es wurde im 221. WM-Rennen nichts mit dem 12. Triumph für Lüthi. Das Dutzend machte dafür der fast 10 Jahre jüngere Alex Rins voll, der den Italiener Simone Corsi um 1,8 Sekunden distanzierte.

Der Spanier übernahm mit 87 Punkten die WM-Führung vom Briten Sam Lowes (82), der sich mit Rang sechs begnügen musste. Lüthi verbesserte sich in der Gesamtwertung mit nun 18 Punkten Rückstand auf Rang 3, da Weltmeister Johann Zarco nach einem Sturz nur 24. geworden ist. Lüthi: «In einer Woche testen wir zwei Tage lang in Mi­sano, und dann fahre ich voller Zuversicht zum nächsten Rennen nach Mugello.» Vor einem Jahr hatte Lüthi den Sieg im Grand Prix von Italien mit einem Sturz in Führung liegend leichtsinnig verschenkt. «Das passiert mir kein zweites Mal.»

Enttäuschung bei Aegerter

Dominique Aegerter, der von Startposition 13 aus nach zwei Kurven und einem seiner berühmten Blitzstarts bereits an 6. Stelle lag, konnte in der Folge des Rennens die Pace nicht mithalten und wurde mit 30 Sekunden Rückstand auf Rang 13 durchgereicht. «Ich wusste bereits vor dem Rennen, dass ich nicht konstant schnelle Runden fahren konnte. Das ganze Wochenende verlief für mich enttäuschend. Ich muss jetzt schauen, dass wir in Misano bei den Testfahrten die richtigen und wichtigen Sachen finden, damit ich wieder vorne mithalten kann», erklärte der ­25-jährige Rohrbacher.

In der Gesamtwertung holte Aegerter zwar drei Zähler auf den an 5. Stelle liegenden Jonas Folger auf, der an diesem Wochenende dreimal im Training und auch im Rennen stürzte. Gleichzeitig verlor er aber Rang 6 an den nun punktgleichen Simone Corsi. Dieses Trio liegt nur einen Zähler auseinander. Robin Mulhauser (18.) und Jesko Raffin (23.), die vor zwei Wochen in Jerez noch in die WM-Punkte fahren konnten, verpassten diese auf dem 4,185 km langen Circuit Bugatti um 10 und 25 Sekunden.

(SDA)

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