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Formel-1-Pilot Bianchi ist tot

Der am 5. Oktober 2014 bei einem Formel-1-Unfall schwer verletzte Jules Bianchi ist gestorben. Dies teilten seine Eltern in der Nacht auf Samstag auf Facebook mit.

«Sein Kampf ist zu Ende gegangen:» Jules Bianchi ist am Freitagabend im Alter von 25 Jahren gestorben. (Archiv)
«Sein Kampf ist zu Ende gegangen:» Jules Bianchi ist am Freitagabend im Alter von 25 Jahren gestorben. (Archiv)
Keystone
Der Franzose sitzt beim GP von Japan in Suzuka noch im Marussia. (5. Oktober 2014)
Der Franzose sitzt beim GP von Japan in Suzuka noch im Marussia. (5. Oktober 2014)
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Eine Woche später beim GP von Russland in Sotschi übt sich die Formel-1-Szene in Solidarität. Auch das Ferrari-Team denkt an den verunfallten Franzosen. Am späten 17. Juli 2015 verliert der Pilot seinen grossen Kampf, wie die Eltern mitteilen. (12. Oktober 2014)
Eine Woche später beim GP von Russland in Sotschi übt sich die Formel-1-Szene in Solidarität. Auch das Ferrari-Team denkt an den verunfallten Franzosen. Am späten 17. Juli 2015 verliert der Pilot seinen grossen Kampf, wie die Eltern mitteilen. (12. Oktober 2014)
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Jules Bianchi starb am Freitagabend im Alter von 25 Jahren im Spital im südfranzösischen Nizza. Er war beim letztjährigen Grand Prix von Japan in Suzuka in einem Marussia-Ferrari gegen einen Bergungskran gerast und hatte sich Verletzungen im Gehirn zugezogen.

Die Familie schrieb in der am frühen Samstagmorgen verbreiteten Erklärung: «Jules hat bis zum Ende gekämpft, wie er es immer gemacht hat, aber gestern ist sein Kampf zu Ende gegangen.» Die Familie dankte dem medizinischen Personal des Spitals, das den im Koma liegenden Jules Bianchi «mit Liebe und Hingab» gepflegt habe. Sein Rennstall Manor bestätigte den Tod.

Das 26. Opfer seit 1950

Gut zwei Jahrzehnte nach dem Horror-Wochenende von Imola mit dem Tod der brasilianischen Renn-Ikone Ayrton Senna am 1. Mai 1994 und jenem des Österreichers Roland Ratzenberger tags zuvor trauert die Formel 1 um den insgesamt 26. toten Fahrer durch einen Unfall an einem Grand-Prix-Wochenende seit Einführung der WM 1950.

Noch Ende Mai hatte Bianchis Vater Philippe dem französischen TV-Sender Canal+ gesagt: «Die Tatsache, dass er kämpft, gibt uns viel Kraft. Das Wichtigste ist, dass Jules am Leben ist.» Bianchi lag bis zuletzt in Nizza im Koma und wurde behandelt. Er hatte vor einem Jahr beim Rennen in Monaco mit Rang 9 die ersten Punkte überhaupt für das Hinterbänkler-Team Marussia eingefahren.

Heftige Kritik an die Organisatoren

Nach Bianchis Unfall waren von Fahrerkollegen auch die Licht- und damit Sichtverhältnisse im Regen von Suzuka moniert worden. Bianchi hatte sich in Japan schwere Kopfverletzungen zugezogen, als er bei teils nasser Strecke vom Kurs abgekommen und mit dem Rennauto unter einen Bergungskran gerast war. Mit einer «diffus axonalen» Hirnverletzung war er in das Mie General Hospital von Yokkaichi eingeliefert worden.

Seitdem bangten seine Familie, seine Freunde, seine Fans und die gesamte Formel 1 um das Leben des Franzosen. «Bei jedem Telefonklingeln wissen wir, dass es das Spital sein könnte, das uns sagt, dass Jules tot ist», hatte Philippe Bianchi gut eine Woche nach dem Unfall der italienischen Zeitung «La Gazzetta dello Sport» erklärt. Die Ärzte hätten ihnen gesagt, dass noch nie jemand einen so schweren Unfall überlebt habe.

Der Unfall hatte Ende vergangenen Jahres eine Sicherheitsdebatte in der Formel 1 ausgelöst. So wurden und werden in dieser Saison fünf Rennen früher als sonst gestartet. Betroffen waren und sind die Grands Prix in Australien am 15. März (Start 16.00 Uhr Ortszeit), Malaysia am 29. März (15.00 Uhr), China am 12. April (14.00 Uhr), Japan am 27. September (14.00 Uhr) und Russland am 11. Oktober (14.00 Uhr).

Nach dem Crash Bianchis am 5. Oktober hatte der Automobil-Weltverband FIA ein Unfallgremium einberufen. Dieses hatte unter anderem empfohlen, dass kein Rennen weniger als vier Stunden vor Sonnenuntergang gestartet werden sollte. Es sei denn, es handelt sich um ein Nachtrennen.

si/fal

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