Formel 1 vor Revolution

Spektakuläre Veränderung der Qualifikation und Cockpit-Schutz: Die Königsklasse des Automobilsports erfindet sich neu.

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Über das Reglement für 2017 wurden sie sich nicht einig. Über das für 2018 auch nicht. Dennoch mussten die Vertreter der sechs Topteams der Formel 1, des Weltverbands und des Vermarkters ihre Sitzung in Genf nicht ohne beschlossene Neuerungen verlassen. Qualifying sei Dank! Der Modus soll geändert werden, und zwar schon diese Saison, die in weniger als einem Monat in Melbourne beginnt. Er geht so: Im 1. Teil der Zeitenjagd fahren die Autos wie gewohnt ihre Runden. Nach 7 Minuten scheidet alle 90 Sekunden das langsamste aus, bis noch 15 übrig sind.

Dasselbe im 2. Teil, bis noch 8 mitfahren. Im 3. schliesslich beginnt das Prozedere nach 5 Minuten – am Ende kommt es zu einem 90-Sekunden-Duell um die Poleposition. Ob das so spektakulär ist, wie es sich anhört, wird sich weisen. Ausser, der Motorsport-Weltrat verhindert diese «Reise nach Jerusalem» bei seiner Sitzung am 4. März noch. Was er dann mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht verhindern wird, ist die zweite revolutionäre Änderung, die die Teams in Genf beschlossen: Ab 2017 soll ein Cockpitschutz die Fahrer vor herumfliegenden Teilen schützen. Dabei handelt es sich nicht um eine Kuppel, die Red Bull gerne gehabt hätte, sondern um das so genannte Halo-System. Zwei Streben werden seitlich am Cockpit befestigt und führen nach vorne, wo es in der Mitte von einer Hauptstrebe, die nach unten verläuft, gestützt wird. Die Sicht des Piloten soll sich nicht gross verändern – aber die Optik der Autos.

Die Piloten sollen derweil für mehr Spektakel auf der Strecke sorgen. Angetrieben von den Fans, die ab dieser Saison den «Fahrer des Tages» während eines Rennens via Online-Wahl bestimmen können. Dieser wird dann mit einem Preis ausgezeichnet. (rha) (Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 24.02.2016, 12:11 Uhr

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