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«Das will man nicht wahrhaben»

Der französische Sport trauert um Jules Bianchi. Die Reaktionen auf den Tod des Formel-1-Piloten

«Es ist wirklich schrecklich, wenn das Schicksal auf diese Weise zuschlägt»: Jules Bianchi.
«Es ist wirklich schrecklich, wenn das Schicksal auf diese Weise zuschlägt»: Jules Bianchi.
Keystone

Der Tod des Rennfahrers Jules Bianchi, der seit seinem schweren Unfall in Japan im vergangenen Oktober im Koma lag, sorgt in seiner französischen Heimat für grosse Bestürzung. «Das ist eine Nachricht, die man nicht wahrhaben will», sagte der frühere Grand-Prix-Pilot Jean Alesi. «Wir haben an Jules geglaubt, daran, dass ein Wunder geschehen könnte. Zum ersten Mal seit Ayrton Senna vor 21 Jahren ist wieder ein Fahrer der Formel 1 gestorben. Nach all den Verbesserungen auf dem Gebiet der Sicherheit, konnten wir uns das nicht mehr vorstellen.»

«Wir werden immer an Jules denken. Unsere liebevollen Gedanken sind bei der ganzen Familie und den Freunden», twitterte Ex-Weltmeister Alain Prost. «Ich werde dich so vermissen, mein Freund», erklärte der französische Lotus-Pilot Romain Grosjean.

«Ihre Piloten sind unsere Speerspitzen»

Luc Alphand, erst auf den Abfahrtsski und später im Rallye-Sport überaus erfolgreich, erklärte, Bianchis Tod bewege den ganzen französischen Sport tief: «Die Formel 1 ist ein Risikosport. Ihre Piloten sind unsere Speerspitzen. Sie sind die Schnellsten und die Kostbarsten. Es ist wirklich schrecklich, wenn das Schicksal auf diese Weise zuschlägt.»

«Es ist unheimlich traurig, zu hören, dass Jules Bianchi mit nur 25 Jahren gestorben ist. Meine Gedanken sind bei ihm und seiner Familie», teilte die Tennisspielerin Caroline Garcia via Twitter mit.

Bianchi ist der 26. Pilot in der Geschichte der Königsklasse des Motorsports, der seine Leidenschaft mit dem Leben bezahlt. Waren es in den Siebzigern noch zehn Formel-1-Tote, in den Achtzigern vier und in den Neunzigern zwei, hatte man nach der Jahrtausendwende nicht zuletzt wegen der deutlich stabileren Monocoques gehofft, den Tod aus der Rennserie verbannt zu haben.

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