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Bremse explodiert – Leclercs Rennen endet mit einem Knall

Charles Leclerc sorgt bei ­seinem Heimrennen in Monaco für den spektakulärsten Moment. Teamkollege Marcus Ericsson verpasst die Punkte knapp.

Positionen gut gemacht, dann ins Heck gekracht: Charles Leclerc war vor seinem Crash in Monaco ganz gut unterwegs.
Positionen gut gemacht, dann ins Heck gekracht: Charles Leclerc war vor seinem Crash in Monaco ganz gut unterwegs.
Keystone

Wunderdinge waren nicht zu erwarten von Sauber bei normalem Rennverlauf, überholen ist in Monaco fast unmöglich, zudem liegt die Strecke dem Auto nicht allzu gut. Für den spektakulärsten Moment des Grand Prix sorgte mit Charles Leclerc aber dennoch ein Fahrer des Schweizer Rennstalls.

In der 72. von 78 Runden knallte der 20-Jährige in das Heck von Brendon Hartley im Toro Rosso und beendete auch dessen Rennen. Zur Kollision kam es beim Anbremsen bergab zur Hafenschikane – kurz nach dem Ausgang des Tunnels, bei dem die Fahrer die Höchstgeschwindigkeit von knapp 300 km/h erreichen. Leclerc war allerdings unschuldig: Bei seinem Sauber war Sekunden zuvor vorn links die Bremsscheibe explodiert. Er versuchte zwar noch, Hartley auszuweichen, doch neben der Leitplanke war zu wenig Platz dafür. Beide Piloten blieben unverletzt.

Das Lob von Rosberg

Zum Zeitpunkt des Zwischenfalls lag Leclerc, der an der Rennstrecke aufgewachsen ist, auf Platz 12. «Es ist sehr schade, weil es bei meinem Heimrennen passiert ist», sagte der Monegasse später. Er habe schon drei, vier Runden vor dem Unfall bemerkt, dass etwas nicht stimme. «Das Team stellte fest, dass wir Probleme mit den Bremsen kriegen. Aber wir konnten nichts dagegen tun. Beim Unfall funktionierten sie dann gar nicht mehr.»

Für Leclerc war es der erste Ausfall in seiner noch jungen Formel-1-Karriere. Zuletzt hatte er zweimal in Folge gepunktet, in Baku war er Sechster geworden und in Spanien Zehnter. Trotz der Kollision wurde dem hoch eingeschätzten Talent gestern weltmeisterliches Lob zuteil: «Leclerc zeigt in einem schwachen Auto magische Sachen. Das ist schön anzuschauen», sagte Nico Rosberg, der Weltmeister von 2016, der mittlerweile als TV-Experte an den Rennen weilt. «Er ist sehr, sehr stark, er wird einmal ein Grosser.»

Ein bis zum Schluss unauffälliges Rennen zeigte Marcus Ericsson, der zweite Sauber­Pilot. Von Position 17 aus gestartet, profitierte er von den Ausfällen von Leclerc, Hartley und Alonso sowie den Problemen zahlreicher weiterer Konkurrenten. Am Ende resultierte für den Schweden der undankbare 11. Platz, weniger als eine Sekunde hinter Carlos Sainz, der den letzten Punkt holte.

Montreal liegt Sauber besser

In zwei Wochen gastiert die Formel 1 in Kanada auf dem Circuit Gilles Villeneuve. Auf der Hochgeschwindigkeits­strecke dürfte Sauber deutlich konkurrenzfähiger sein als in Monaco. Leclerc denkt aber noch weiter voraus, an die ­Reprise im Fürstentum: «Dieser Tag war frustrierend. Ich freue mich schon auf das Rennen im nächsten Jahr.»

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