Kobayashi freut sich aufs Überholen

Das Sauber-Team tritt am Sonntag mit viel Zuversicht und einer gehörigen Portion Trotz zum Grand Prix von Malaysia an. Kamui Kobayashi hofft auf Spektakel und viele Überholmanöver.

«Gute Erinnerungen an Sepang»: Kamui Kobayashi.

«Gute Erinnerungen an Sepang»: Kamui Kobayashi.

(Bild: Sauber-Motorsport)

Der Japaner Kamui Kobayashi geniesst in der Formel 1 den Ruf eines Überholkünstlers. Deshalb sieht er dem zweiten Saisonrennen in der Heimat des früheren Sauber-Sponsors Petronas mit besonderer Freude entgegen. Der Kurs, auf dem er im vergangenen Jahr erstmals den Sprung unter die zehn Schnellsten des Qualifyings schaffte, bietet weit bessere Voraussetzungen für Attacken als die Strecke in Melbourne. «Ich habe gute Erinnerungen an Sepang, dort hat es einige schnelle Kurven, und die Streckenführung bietet gute Überholmöglichkeiten. Nachdem wir in Melbourne stark waren, sind wir natürlich sehr motiviert für das nächste Rennen», sagt Kobayashi.

Peter Saubers Teamleader erwartet, dass die hohen Temperaturen in Malaysia für weit grösseren Reifenzerschleiss sorgen werden als zuletzt im Albert Park. Zudem rechnet er mit der Möglichkeit eines Regenrennens – es wäre das erste seit dem Wechsel auf Pirelli-Reifen und würde das Feld wohl ordentlich durcheinander bringen. Für einen abenteuerlustigen Fahrer wie Kobayashi keine schlechte Sache.

Selbstbewusster Perez glaubt an Punkte

Sauber-Technikchef James Key verspricht seinen Piloten nach der Disqualifikation in Australien nicht nur reguläre Heckflügel, sondern auch neue Verkleidungsteile im Heckbereich und modifizierte Bremsbelüftungen. Er glaubt, dass sich nach dem Rennen in Sepang die Stärkeverhältnisse im Feld besser einschätzen lassen: «Die Rennstrecke in Sepang ist ein viel aussagekräftigerer Kurs als jener in Melbourne. Es gibt Hochgeschwindigkeitskurven und lange Geraden, die für Überholmanöver interessant sind. Ausserdem gibt es auch enge Kurven wie die erste und die zweite der Runde sowie die Haarnadelkurve am Ende. Das sind schwierige Passagen.»

Sergio Perez, der in Melbourne als Siebter ins Ziel kam, wegen des irregulären Heckflügels dann aber wie Kobayashi disqualifiziert wurde, ist zuversichtlich, dass er auch in Malaysia glänzen kann. «Nachdem ich nun mein erstes Grand-Prix-Wochenende hinter mir habe, weiss ich viel besser, was mich im Qualifying und im Rennen erwartet, und das gibt mir noch mehr Sicherheit», erklärt der Formel-1-Rookie aus Mexiko. «Ich kenne die Strecke in Sepang von einem GP2-Asia-Rennen 2009. Körperlich ist der Kurs sehr anstrengend, und er ist auch technisch anspruchsvoll.»

ak

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