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Mehr Körperspiel gegen Kadetten-Spielmacher

Der BSV Bern muss sich morgen defensiv und offensiv steigern, um das Aus zu verhindern.

Will der BSV Bern das Aus verhindern, muss sich der Verein defensiv und offensiv steigern.
Will der BSV Bern das Aus verhindern, muss sich der Verein defensiv und offensiv steigern.
Raphael Moser

Die Ausgangslage ist klar. Der BSV Bern ist am Donnerstagabend durch die 25:38-Heimniederlage gegen Kadetten Schaffhausen deutlich in Rücklage geraten. Die Berner müssen am Sonntag (18 Uhr) beim Qualifikationssieger gewinnen, um das Handballjahr noch zu verlängern und nicht wie im letzten Jahr (gegen Wacker Thun) nach einer guten Saison im Halbfinal mit 0:3 Siegen an einem Titelfavoriten zu scheitern. In folgenden Punkten müssen sich die Berner erheblich steigern, wollen sie noch eine Wende schaffen:

Die Abwehrarbeit generell verbessern: Der BSV Bern kann die Kadetten nur bezwingen, wenn die Defensive gut steht. In den ersten 20 Minuten des Heimspiels gelang dies. Mehrfach gelang es, Würfe zu blocken und Gegenstösse zu lancieren. Können die Schaffhauser den Ball so zirkulieren lassen wie in den letzten 40 Minuten am Donnerstag, ist der BSV chancenlos. «Plötzlich war das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten weg, die Luft raus», kommentiert Captain Thomas Heer den Einbruch. Mit physischer Müdigkeit habe dies wenig zu tun. «Müde sind alle, es ist vor allem Kopfsache», sagt Heer.

Gabor Csaszar besser unter Kontrolle halten: Der ungarische Spielmacher der Kadetten agiert enorm variabel, ist selbst torgefährlich und verschafft den ­Mitspielern gute Abschlussgelegenheiten. Pünktlich auf den Halbfinal kehrte er nach einer Verletzungspause wieder zurück; er hebt die ohnehin schon gute Qualität der Schaffhauser Angriffe auf ein noch höheres Niveau. In den beiden bisherigen Halbfinalspielen gelang es den Bernern nicht, ihn an der Entfaltung zu hindern. Dies ist unabdingbar, um gegen die Kadetten erfolgreich zu sein. «Csaszar ist ein Weltklassespieler, ihn kann man nicht zu 100 Prozent verteidigen», sagt Heer. «Wenn man ihn körperlich mehr angreift, kann man ihn jedoch zumindest zeitweise unter Kontrolle bringen.»

Weniger Fehlwürfe: In der Startphase der Partie vom Donnerstag hätten die Berner durchaus deutlicher als mit zwei Toren Differenz in Führung gehen können, verwerteten aber teils aussichtsreiche Abschlussmöglichkeiten nicht. Es handelt sich um ein Problem, dass den BSV ­bereits im Viertelfinal gegen ­St. Otmar zeitweise begleitete. Um die Kadetten bezwingen zu können, müssen sich bietende Gelegenheiten am Schopf gepackt werden. Und die Würfe so gut platziert werden, dass die Kadetten-Torhüter nicht ins Spiel finden.

Gute Tagesform: Die Kadetten präsentierten sich in Gümligen in einer Form, die sie zum Meisterschaftsfavoriten macht. Um gegen diesen Kontrahenten bestehen zu können, müssen sich die Schlüsselspieler der Berner in guter Verfassung präsentieren.

Am Freitag wurde mit einer Videoanalyse die Vorbereitung auf das Spiel am Sonntag eingeläutet. Daran schloss sich ein Auslaufen ein, auf ein Training wurde angesichts der grossen Beanspruchung verzichtet. Ein solches findet heute statt, ehe am Sonntag das Aus verhindert werden soll.

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