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Lyon nicht mehr der alleinige Favorit zum Start der Ligue-1-Saison

Erstmals seit acht Jahren geht Lyon heute nicht als unbestrittener Favorit in eine Ligue-1-Saison. Meister Bordeaux und der letztjährige Zweite Marseille dürften einen Alleingang der Lyonnais erneut verhindern.

Nach sieben Meistertiteln in Folge endete im Mai die ungeteilte Regentschaft von Olympique Lyonnais genauso überraschend, wie sie einst begonnen hatte. Nach einer spektakulären Rückrunde fand sich das Team bloss auf Rang 3 wieder. Damit ist selbst die neunte Champions-League-Teilnahme in Folge nicht gesichert. Der finanzielle Schaden könnte beträchlich sein. Die Königsklasse garantiert dem Verein jeweils rund 25 Millionen Euro.

Doch die letzten Wochen haben gezeigt, dass Jean-Michel Aulas, seit 1987 Präsident von OL, in den "fetten Jahren" einiges Geld auf die Seite gelegt hat. Über 70 Millionen Euro wurden in vier neue Spieler investiert: Lisandro Lopez, Aly Cissokho (beide Porto), Michel Bastos (Lille) und Bafetimbi Gomis (St-Etienne). Mit 200 Millionen Euro erreicht das diesjährige Budget Rekordhöhe. Von einer Krise ist in Lyon wie auch in Marseille und Bordeaux nichts zu spüren.

Bordeaux konzentrierte sich in erster Linie auf die definitive Übernahme des ehemaligen Milan-Spielmachers Yoann Gourcuff und die Verpflichtung des starken Keepers Cédric Carasso. Damit startet der Meister mit der nahezu gleichen Mannschaft, die die letzte Saison mit elf Siegen in Folge beendet hatte. Gleiches lässt sich von Marseille nicht sagen. Nach eher ruhigen Jahren gab es beim südfranzösischen Traditionsverein in diesem Sommer eine Rundumerneuerung: neuer Besitzer, neuer Präsident, neuer Trainer und zehn neue Spieler.

Schon bevor der OM-Mäzen Robert Louis-Dreyfus am 4. Juli seinem Krebsleiden erlag, waren Präsident Pape Diouf durch Jean-Claude Dassier, den früheren Informationschef von Frankreichs grösstem TV-Sender TF1, und Trainer Eric Gerets durch Didier Deschamps ersetzt worden. Deschamps konnte aus dem Vollen schöpfen. Er lotste unter anderen Lucho Gonzalez (Porto), Fernando Morientes (Valencia), Gabriel Heinze (Real Madrid) und den letztjährigen Bordeaux-Abwehrchef Souleymane Diawara ins Velodrome.

Mit dem Rennen um die Champions-League-Plätze werden die drei Schweizer Legionäre nichts zu tun haben. Patrick Müller dürfte Monaco noch vor Ende der Transferperiode am 31. August verlassen. Er hat unter dem neuen Trainer Guy Lacombe keine Chance auf einen Stammplatz und trainiert seit Mittwoch auch nicht mehr mit der ersten Mannschaft. Stéphane Grichting wird in seiner achten Saison in Auxerre bestenfalls um einen Platz in der ersten Tabellenhälfte kämpfen. Offiziell ist aber der Ligaerhalt das Ziel.

Mehr Erwartungen hegt St-Etienne, der neue Klub von Gelson Fernandes. Nach dem im letzten Jahr nur knapp verhinderten Abstieg soll die Mannschaft in dieser Saison bei der Verteilung der Europa-League-Plätze eine Rolle spielen. "Mich haben die Zukunftspläne und die Ambitionen von St-Etienne überzeugt", erklärte der Schweizer Internationale die Gründe für seinen Wechsel zum französischen Rekordmeister.

Die 1. Runde der Ligue-1-Saison 2009/10

Samstag, 8. August. 21.00 Uhr: Grenoble - Marseille, Valenciennes - Nancy, Auxerre - Sochaux, Monaco - Toulouse, Le Mans - Lyon, Montpellier - Paris St-Germain, St-Etienne - Nice, Rennes - Boulogne-sur-Mer. -- Sonntag, 9. August. 17.00 Uhr: Lille - Lorient. 21.00 Uhr: Bordeaux - Lens.

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