Wind? Kein Problem!

Martina Tresch hat vor zwei Jahren ihren Lebensmittelpunkt in die Region Bern verlegt. Die 27-Jährige lief an der SM im Langcross auf den ­zweiten Platz.

Bei rauen Bedingungen fühlt sie sich wohl: Martina Tresch lief an der Cross-SM in Köniz zeitweise an der Spitze.

Bei rauen Bedingungen fühlt sie sich wohl: Martina Tresch lief an der Cross-SM in Köniz zeitweise an der Spitze. Bild: Andreas Blatter

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Es wehte ein unangenehmer, kalter Wind, als die Frauen im Könizer Quartier Spiegel ihr Meisterschaftsrennen im Langcross über 8 km bestritten. Martina Tresch hatte mit diesen Bedingungen überhaupt kein Problem. «Mir kann es nicht genug hügelig und dreckig sein», sagte die 27-jäh­rige, in Bern wohnhafte Zürcher Oberländerin. Hügelig und dreckig war es nicht wirklich.

Die Strecke war für eine Cross-Schweizer-Meisterschaft relativ flach, der Boden noch trocken, als Tresch unterwegs war. Lange lief die für die GG Bern startende Athletin an der Spitze, ehe sie in der zweiten Hälfte des 8 km langen Rennens zeitweise auf den dritten Platz zurückfiel. Yvonne Kägi konnte Tresch noch überholen, die Siegerin Flavia Stutz (LR Gettnau) aber nicht mehr.

Kaum Trainings mit Leutert

Martina Tresch hat ihren Lebensmittelpunkt vor zwei Jahren in die Region Bern verlegt. «Ich brauchte eine Luftveränderung, und hier fand ich auch eine passende Arbeitsstelle.» Tresch ist medizinische Praxisassistentin und erwarb in den USA einen Bachelor in Life Science; in Muri ist sie zu 70 Prozent in ihrem erlernten Beruf in einer Gemeinschaftspraxis angestellt. Der GG Bern schloss sich die Langstreckenspezialistin mit dem Ziel an, mit Astrid Leutert und Livia Burri zusammen zu trainieren. Diesen Plan konnte Tresch nicht ­umsetzen. «Mit Astrid klappt es terminlich meist nicht», sagt die 27-Jährige. «Es kommt selten vor, dass wir zusammen laufen.» Burri ist Mutter geworden.

Tresch stellte 2011 einen Schweizer Rekord über 3000 m Steeple auf, der mittlerweile von Fabienne Schlumpf deutlich ­verbessert worden ist. Auch Schlumpf war an der Cross-SM am Start, entschied sich allerdings für die kurze Strecke über 3 km und holte dort Gold. «Die Rennen im Gelände sind eine gute Vorbereitung für die Sommersaison», sagt Tresch. «Man muss sich durchbeissen und trainiert sich Wettkampfhärte an, die einem auch auf der Bahn zugu­tekommt.» Im Sommer will sie ihren Schwerpunkt auf die 10 000-m-Distanz legen.

Zielbogen abgebaut

Den wirklich harten Bedingungen war Martina Tresch in Köniz nicht ausgesetzt. Als die Männer ihren Langcross-Wettkampf über 10 km absolvierten, wehte der noch stärker gewordene Wind den Zielbogen beinahe um. Aus Sicherheitsgründen wurde er abgebaut; der OL-Weltmeister Matthias Kyburz konnte als Sieger nur noch über die auf dem Gras gezeichnete Ziellinie laufen. Gegen Ende des Wettkampftages setzte Regen ein. Tresch wären solche Bedingungen entgegen­gekommen. (Berner Zeitung)

Erstellt: 07.03.2017, 11:09 Uhr

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