Vorsichtig optimistisch

Mujinga Kambundji hat sich letzte Woche in Lausanne gesteigert. In Luzern tritt die Könizerin am Dienstag über 100 und 200 Meter an.

Mujinga Kambundji blickt zuversichtlich auf den Wettkampf in Luzern.

Mujinga Kambundji blickt zuversichtlich auf den Wettkampf in Luzern.

(Bild: Keystone)

Die Schweizer EM-Medaillen­gewinnerinnen von Amsterdam treffen sich heute Dienstag in der Mitte. Im Rahmen von Spitzenleichtathletik Luzern kommt es über 200 Meter zum Vergleich zwischen Mujinga Kambundji und Léa Sprunger.

Die Berner Sprinterin, in Holland über 100 Meter Dritte geworden, erlitt im Mai eine ­Wadenzerrung. Sie liess es darob ­gemächlich angehen, vermochte sich am Donnerstag in Lausanne aber zu steigern. Die Lausanner Langhürdlerin erfreut sich seit Wochen einer beneidenswerten Verfassung. In La Chaux-de-Fonds unterbot sie den Landesrekord Anita Prottis über 400 Meter flach, in ihrem Heimstadion hätte sie der Protagonistin aus den Neunzigerjahren beinahe auch die nationale Hürden-Bestmarke entrissen.

Auf der halben Bahnrunde weist Sprunger den wesentlich tieferen Bestwert auf als Kambundji. An der Schweizer Meisterschaft 2016 senkte die Romande den Schweizer Rekord der Bernerin um 26 Hundertstel auf 22,38 Sekunden. Bestätigt hat sie den Exploit bisher nicht.

«Nicht nur Léa und mich»

Kambundji sagt, für die Zuschauer sei das Aufeinandertreffen spannend, «aber es gibt nicht nur Léa und mich». Zumindest Murielle Ahouré aus der Elfenbeinküste und Shakima Wimbley aus den USA sind stärker einzuschätzen als die Schweizerinnen.

Die 25-jährige Könizerin wurde in Lausanne bei leichtem Gegenwind in 22,82 Sekunden gestoppt, wertet die Darbietung als «ganz okay» und ergänzt, die letzten 50 Meter seien nicht so gewesen, wie sie es sich vorstelle.

Anderthalb Stunden nach dem Einzeleinsatz trug sie mit ihrer besten Saisonleistung zum Landesrekord der Sprintstaffel bei. 42,53 Sekunden benötigte das Swiss-Athletics-Quartett, schneller sind in diesem Jahr einzig Teams aus den USA, Jamaika und Deutschland gesprintet.

Kambundji spricht über das Selbstvertrauen, welches ihr der Auftritt verliehen ­habe, sagt aber auch, ihr Lauf sei «halt fliegend» gewesen. Bis zur WM in London bleiben ihr vier Wochen, die Probleme am Start zu beheben, welche sich vorab über 100 Meter auswirken. Heute bieten sich der Bernerin zwei Steigerungsmöglichkeiten – 80 Minuten vor dem Vergleich mit Sprunger misst sie sich auf der Geraden mit starker internationaler Konkurrenz.

mjs

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt